Pressemitteilung | Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. - Landesverband Berlin (ADFC)

Zeichen setzen! ADFC-Forderungen zur Abgeordnetenhauswahl und Bewertung der Parteien

(Berlin) - Auf einer Pressekonferenz stellte der ADFC Berlin gestern seine politischen Forderungen für die Legislaturperiode 2016 - 2021 vor. Zuvor hatte der Verband die Parteien des Abgeordnetenhauses auf ihre Ziele für den Radverkehr geprüft. Die Ergebnisse daraus legte er ebenfalls gestern vor.

Mit seinen Forderungen zeigt der ADFC Berlin, was die kommende Landesregierung tun muss, um den Radverkehr endlich effektiv zu fördern: Die Verwaltung muss umstrukturiert werden, mehr Personal und Geld sind notwendig, Radverkehr muss zur "Chefsache" werden. Neben politischen und administrativen Rahmenbedingungen beinhalten die Forderungen konkrete infrastrukturelle Maßnahmen, damit Berlins Radfahrende künftig zügiger und sicherer ans Ziel kommen.

Landesvorsitzende Eva-Maria Scheel: "Berlin hat beste Voraussetzungen, Fahrradstadt zu werden: Die Menschen wollen Rad fahren, die Stadt ist flach und hat überwiegend breite Straßen. Aber der Senat muss dringend umdenken, um seine eigene Radverkehrsstrategie auch Realität werden zu lassen - wir zeigen, was nach der Wahl getan werden muss."

Parteien mit Wahlprüfsteinen bewertet

Als parteineutraler Interessenverband hat der ADFC Berlin zudem die Parteien des Abgeordnetenhauses zum Thema Radverkehr analysiert. In einem mehrstufigen Verfahren aus persönlichen Gesprächen, schriftlichem Fragebogen und Analyse der Wahlprogramme hat der Verband Problemlösungen und Ziele der Parteien zusammengefasst. Gemessen an ihrer Übereinstimmung mit den ADFC-Forderungen hat der Verband die Parteien nach dem Schulnoten-Prinzip bewertet.

Frank Masurat, Mitglied im Vorstand: "Durch die ADFC Wahlprüfsteine können sich die Berlinerinnen und Berliner vor der Wahl schnell und verständlich einen Überblick darüber verschaffen, was die einzelnen Parteien für den Radverkehr tun wollen. Nach der Wahl müssen die Parteien zeigen, dass sie ihre Versprechen auch einlösen."

Gemeinsam mit dem Volksentscheid Fahrrad erhöht der ADFC Berlin vor der Wahl den Druck auf die Politik. "Die breite Bewegung, die sich inzwischen in Berlin entwickelt hat, zeigt: Um das Thema Radverkehr kommen die Parteien nicht mehr herum", so Landesvorsitzende Scheel.

Quelle und Kontaktadresse:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. Landesverband Berlin (ADFC) Pressestelle Brunnenstr. 28, 10119 Berlin Telefon: (030) 4484724, Fax: (030) 44340520

(cl)

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