Zugangswege, Barrieren und Hindernisse im Fokus
(Berlin) - Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen stellen die berufliche Rehabilitation vor große Herausforderungen – Strukturen, Angebote und Prozesse müssen weiterentwickelt und an veränderte Bedarfe angepasst werden. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Institut für sozialwissenschaftliche Prozessanalyse und Arbeitsgestaltung UG (haftungsbeschränkt) eine umfangreiche Prozessanalyse realisiert. Die Ergebnisse liegen nun vor.
Im Fokus der 2023 beauftragten Studie stehen die Zugangswege in die Berufsförderungswerke sowie mögliche Barrieren und Hindernisse, die Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen daran hindern, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) in Anspruch zu nehmen.
Zum Ziel der Analyse führt die Vorstandsvorsitzende des BV BFW, Dr. Susanne Gebauer, aus: „Die Ergebnisse sollen konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation liefern. Damit wollen wir sicherstellen, dass mehr Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen den Weg in eine nachhaltige berufliche Teilhabe finden.“
Die Studie untersucht:
• Zugangsprozesse von der Antragstellung bis zur Qualifizierung im Berufsförderungswerk.
• Neuralgische Punkte, an denen Anspruchsberechtigte aus dem Prozess aussteigen.
• Einflussfaktoren wie veränderte Erwartungen, Beratungspraxis und neue Zielgruppen.
• Erfolgskriterien für die Durchführung von LTA in Berufsförderungswerken.
Besonders hervorzuheben ist das komplexe Studiendesign, das qualitative und quantitative Methoden kombiniert. Zudem bringt die Prozessanalyse erstmals die Perspektiven aller am Reha-Geschehen beteiligten Akteure zusammen – einbezogen wurden Arbeitgebende, Rehakliniken/Sozialdienste, die Berufsförderungswerke, Kostenträger und Leistungsberechtigte.
„Berufliche Rehabilitation stellt den Menschen und seine Teilhabe am Arbeitsleben in den Mittelpunkt. Doch nicht alle Anspruchsberechtigten erreichen das System“, erklärt Prof. Dr. Heike Ohlbrecht von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die die Analyse gemeinsam mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Prozessanalyse und Arbeitsgestaltung UG (haftungsbeschränkt) im Auftrag des BV BFW durchgeführt hat.
Der BV BFW wird die umfassende Prozessanalyse nun intern auswerten und mit Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen der beruflichen Rehabilitation intensiv diskutieren.
Dr. Susanne Gebauer betont: „Die Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen und die Angebote der Berufsförderungswerke noch passgenauer an den individuellen Bedarf der Teilnehmenden und die veränderten Bedarfe des Arbeitsmarktes auszurichten.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V. (BV BFW), Ellen Krüger, Geschäftsführer(in), Knobelsdorffstr. 92, 14059 Berlin, Telefon: 030 3002-1251
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