Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
Anzeige

ZVEI-Energietechnik: Inlandsmarkt gewinnt 2005 an Attraktivität durch ein Plus von 5,8 Prozent beim Auftragseingang / Steigende Investitionstätigkeit im Inland und starke Auslandsnachfrage stimmen optimistisch für die Zukunft / „SmartGrid“ Technologie-Plattform der EU bestätigt ZVEI-Initiative für mehr Innovation im Stromnetz

(Frankfurt) - „Die angekündigten Investitionen in die Stromversorgungs-Infrastruktur in Deutschland beginnen konkret zu werden. Die Energietechnik-Industrie setzt darauf, dass sich nach einer deutlichen Nachfragebelebung im Jahr 2005 für die kommenden Jahre die Geschäftsaussichten auch im Inlandsmarkt nachhaltig verbessern“, sagt Dr. Joachim Schneider, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Energietechnik und Mitglied des Vorstands des ZVEI, zu den Erwartungen der Branche anlässlich der Hannover Messe 2006.

Für 2005 sei beim Umsatz nur ein moderates Wachstum von drei Prozent auf rund 10,2 Mrd. Euro erreicht worden, nach 5,1 Prozent im Jahr 2004. „Mit 7,1 Prozent Umsatz-Wachstum aus dem Ausland auf gut vier Mrd. Euro und Stagnation im Inland bei einem Umsatz von sechs Mrd. Euro war das Ausland erneut die Triebfeder für eine insgesamt positive Entwicklung“, erläutert Schneider. „Mit 40 Prozent Umsatzanteil spielt der Export eine fundamentale Rolle.“

Steigende Investitionstätigkeit im Inland bei Kraftwerken und Stromnetzen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit

Für das laufende Geschäft erwartet die Branche eine deutliche Steigerung der Attraktivität des Inlandsmarktes gegenüber den Vorjahren. Der Auftragseingang im Inland habe 2005 um 5,8 Prozent zugelegt und erreichte damit erstmals nach dem Jahr 2000 wieder die Fünf-Prozent-Marke. „Uns stimmt optimistisch, dass in Produktsegmenten wie Transformatoren und Schaltanlagen die Nachfrage in Deutschland nachhaltig angezogen hat“, so Schneider. Diese seit 2000 erstmals wieder deutlich positive Geschäftsentwicklung im Inland trifft mit weiterhin wachsender Auslandsnachfrage von plus 10,6 Prozent zusammen.

Dr. Jürgen Schloß, Mitglied im Vorstand des ZVEI-Fachverbandes Energietechnik weist darauf hin, dass die Investitionen in Kraftwerke in Deutschland weiter fortgeschritten seien als die Investitionen für Stromnetze. Die aktuell in der Planung oder im Bau befindlichen Kraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 18.000 MW machten deutlich, dass die Auftragsvergabe für notwendige Ersatzinvestitionen langsam Fahrt aufnimmt. „Allein in den letzten zwölf Monaten wurden in Deutschland Aufträge für drei Gas- und Dampfturbinenkraftwerke im Gesamtwert von etwa einer Mrd. Euro an den Standorten Köln-Hürth, Herdecke, Hamm-Uentrop vergeben“, erläuterte Schloß.

Mit Blick auf erhebliche Auftragseingänge zum Beispiel aus dem Mittleren Osten, China und Südostasien sowie Australien sieht Schneider auch zukünftig eine große Bedeutung des Auslands für die Branche: „Mit einer Nachfragesteigerung von gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (elf Prozent) kommen nach wie vor die größten Impulse aus dem Ausland.“

Die Zahl der Beschäftigten in der Energietechnik-Industrie sei im Jahr 2005 mit 59.600 etwa konstant geblieben, nachdem die Industrie in den vergangenen fünf Jahren einen Konsolidierungsprozess durchlaufen habe.

Schloß berichtet, dass es aktuell durch das Zusammentreffen einer nachhaltig positiven Entwicklung im Ausland und der beginnenden Investitionstätigkeit in Deutschland im Kraftwerksbau wieder zum Aufbau von Personal komme. „Bei Siemens Power Generation sind in Deutschland zurzeit 530 Stellen zu besetzen, überwiegend für Ingenieure des Maschinenbaus, der Verfahrens- und der Elektrotechnik,“ führt Schloß als Beispiel an.

European Technology Platform „Smart Grids“ unterstreicht ZVEI-Forderung nach mehr Innovationen im Stromnetz

Der ZVEI-Fachverband Energietechnik sieht sich durch die Initiative der EU-Kommission für die Technologie-Plattform „SmartGrids“ in seiner Forderung nach verstärktem Einsatz von innovativen Technologien im Stromnetz bestätigt. „Im Kern haben wir für den vermehrten Einsatz von Leistungselektronik und die neue Weitbereichsüberwachung der Netze über Landesgrenzen hinweg geworben und sehen diese Ideen nun im SmartGrids-Konzept bestätigt,“ kommentiert Schloß die Etablierung einer supranationalen SmartGrids-Arbeitsgruppe Anfang April in Brüssel.

Der vom ZVEI-Fachverband Energietechnik propagierte verstärkte Einsatz von Leistungselektronik und Leittechnik im Stromnetz verfolgt das Ziel, mehr „technische Intelligenz“ in die Netzinfrastruktur einzubringen. Dieses sei aus Branchensicht erforderlich, um die Anpassungsfähigkeit der Stromnetze an die Auswirkungen der wachsenden Einspeisung von volatiler Windenergie und des zunehmenden Stromhandels sicherzustellen.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige