ZVEI: Hersteller von Elektrobahnen verlassen Talsohle
(Berlin) Die Hersteller von elektrischen Schienenfahrzeugen verzeichnen anhaltend gute Auftragseingänge und erhöhen ihre Auftragsbestände. Nach Jahren rückläufiger Umsätze ist dies nun eine gute Ausgangsposition für die nahe Zukunft, sagte Herbert Zimmermann, Geschäftsführer des Fachverbandes Elektrobahnen und -fahrzeuge im ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. anlässlich der Fachmesse InnoTrans in Berlin.
Die konjunkturelle Lage der Branche entwickele sich zwischen Zulieferunternehmen und Herstellern von kompletten Schienenfahrzeugen allerdings recht unterschiedlich. Durchgängig zweistellige Umsatzzuwächse verzeichneten die Zulieferunternehmen in der ersten Hälfte dieses Jahres. Auch ihre Auftragseingänge und Auftragsbestände sind dem ZVEI zufolge gewachsen, wenn auch mit sehr großer Spannbreite zwischen den einzelnen Unternehmen. Erfreulich sei eine hohe Kapazitätsauslastung und damit einhergehender Beschäftigungsaufbau. Die insgesamt gute Kapazitätsauslastung bei den Zulieferunternehmen führe auch zu leicht steigenden Preisen und einer durchgängig positiven Ertragsentwicklung.
Bei den Herstellern von ganzen Schienenverkehrssystemen seien die Umsätze im dritten Jahr in Folge allerdings auch im ersten Halbjahr 2006 noch rückläufig gewesen. Darüber hinaus stünden ihre Erträge unter Druck und die Auslastung der Kapazitäten habe abgenommen. Die derzeit gute Auftragslage stimmt jedoch auch in diesem Bereich sehr zuversichtlich, erklärte Zimmermann.
Erfreulich sei der in der gesamten Branche wieder zu beobachtende Anstieg der F+E-Investitionen nach einem Rückgang im Vorjahr. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit und gute Auslandsposition der elektrischen Bahnindustrie werde dadurch weiterhin gestärkt. Die jüngsten Schätzungen zum Weltmarkt für Schienenverkehrstechnik machen der Branche Hoffnungen: Wir gehen davon aus, dass die deutschen Hersteller an diesem Wachstum deutlich partizipieren werden", so Zimmermann. Das durchschnittliche Wachstum des Weltmarktes für Schienenverkehrstechnik (so genanntes rollendes Material, Signaltechnik, Elektrifizierung inklusive Service) werde von 2006 bis 2011 auf 2,7 Prozent jährlich geschätzt. Dies entspreche einer Erhöhung von rund 60 Mrd. Euro in 2006 auf 70 Mrd. Euro in 2011. Die größten Wachstumsraten erwarte man in Asien mit durchschnittlich 4,5 Prozent und in Amerika mit 3,1 Prozent. Europa werde nur ein moderates Wachstum von durchschnittlich 0,4 Prozent aufweisen. Für Deutschland rechnet der ZVEI mit einem Plus von 1,9 Prozent für den betrachteten Zeitraum. Die Umsätze für Schienenverkehrstechnik steigen danach bis zum Jahr 2011 auf 5,6 Mrd. Euro.
Die InnoTrans sei für die deutsche elektrische Bahnindustrie die geeignete Plattform, die schon heute gute Auslandsposition weiter zu stärken. Insgesamt zeigen auf dieser internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik rund 90 Mitgliedsunternehmen des ZVEI ihr Leistungsspektrum auf.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Christian Mannigel, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
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