Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
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ZVEI: Hochauflösendes Fernsehen setzt sich durch / Mehr attraktive Inhalte gefordert

(Frankfurt am Main) - „HDTV ist die faszinierendste Innovation seit der Einführung des Farbfernsehens“, erklärte Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des ZVEI, auf der Jahrestagung des Euroforum „Zukunft der Kabel-TV-Netze“ am 22. Februar 2007 in Frankfurt am Main. „Die Geräte sind verfügbar, die Konsumenten sind hoch zufrieden, aber es fehlt an Programmangeboten.“

Die gesamte Consumer-Electronics-Branche habe die Weichen bereits in Richtung High-Definition gestellt. So seien schon im Jahr 2006 über 70 Prozent aller verkauften Flachbild-Fernsehgeräte in Plasma- und in LCD-Technik HDTV-tauglich. Die Konsumenten könnten solche Geräte am europaweit standardisierten HD-ready-Logo erkennen. Mehr als 130 Herstellerfirmen mit über 200 Marken böten Geräte mit diesem Logo an. Für das laufende Jahr 2007 rechnet Kamp mit 3,5 Millionen verkauften HD-ready-Fernsehgeräten. Das ließen die Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) erwarten.

„Die Möglichkeit HD-ready-Fernseher tatsächlich mit hochauflösenden Bildern zu nutzen, hat erst im vergangenen Jahr in größerem Umfang begonnen“, führte Kamp weiter aus. Bis Ende 2006 seien in Deutschland rund 80.000 HDTV-Settop-Boxen verkauft worden; so Kamp. Hinzu kämen 18.000 HD-Camcorder als weitere Quellen für High-Definition-Bilder. Player für die hoch auflösenden optischen Medien HD-DVD und Blu-ray Disc seien erst wenige Tage vor dem Jahresende in die Geschäfte gekommen. Sie würden deshalb erst im Lauf des Jahres mit großen Stückzahlen in die Verkaufsstatistiken eingehen. “Wir rechnen für 2007 und für die Folgejahre mit einer raschen Zunahme an HD-Geräten.“

„Bis zum Jahr 2010 wird sich die Verbreitung der HD-Medien in Deutschland drastisch erhöhen“, erwartet Kamp. Bis 2010 werde die Zahl auf 14 Millionen HD-ready-Fernsehgeräte in den deutschen Haushalten wachsen. Über ein Drittel dieser Geräte würden dann voraussichtlich bereits High-Definition-Bilder auf dem Schirm haben. Prognosen für das Jahr 2010 lauten auf insgesamt vier Millionen verkaufter HDTV-Settop-Boxen, 3,3 Millionen HD-Disc-Player/-Recorder, 0,7 Millionen Media-PC und 0,7 Millionen HD-Camcorder.

Kamp sieht in der HD-Technologie einen wesentlichen Markt-Treiber für die wichtigsten Gerätearten der Consumer Electronics. Er wies in seinem Vortrag zudem auf die Entwicklungsimpulse hin, die von der HDTV auf die Medien ausgehen: „HDTV ist derzeit ein wesentlicher Umsatztreiber für Abo-TV-Anbieter. Er ist zudem das wichtigste Differenzierungsmerkmal für die Kabel- und Satellitenfernsehsender.“

Kamp appellierte an die großen Fernsehanstalten, ihre Aktivitäten zur HDTV-Einführung zu intensivieren: „Die Industrie hat ihre Hausaufgaben für die HD-Technologie gemacht. Nun ist es höchste Zeit, die Bildschirme zügig mit immer mehr attraktiven Inhalten zu füllen.“ Speziell an die Adresse der öffentlich-rechlichen Programmanbieter ergänzte er: „Wir hätten den Einstieg von ARD und ZDF in die HDTV-Welt gerne zu einem früheren Zeitpunkt als zum derzeit diskutierten Jahr 2009 gesehen.“

Die Akzeptanz des hoch auflösenden Fernsehens stehe außer Frage. „Bei einer kürzlich in Deutschland und Großbritannien durchgeführten Befragung bezeichneten nicht weniger als 94 Prozent der Befragten HDTV als ‚exzellent’ oder ‚sehr gut’. Das traditionelle Analogfernsehen wurde dagegen nur von 26 Prozent so gut beurteilt.“ Die Schlussfolgerung liege nahe: Wer HDTV erst einmal kennen gelernt hat, genießt den Qualitätssprung vom Standard- zum High Definition-Fernsehen. „Die Zeit ist reif für HDTV“ stellte Kamp abschließend fest. „Eine konzertierte Einführungsstrategie wird allen Beteiligten vom Gerätehersteller bis zum Contentanbieter nutzen – und zugleich auch den Konsumenten.“

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

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