ZVEI-Impulsprogramm Energie-Effizienz hilft Kosten sparen / Straßenbeleuchtung in die Jahre gekommen / Kommunen verschwenden erhebliche Steuergelder
(Frankfurt am Main) - Auf die erhebliche Menge an Steuergeldern, die durch Deutschlands veraltete Straßenbeleuchtung jährlich vergeudet wird, hat der Geschäftsführer der ZVEI-Fachverbände Elektroleuchten und Elektrische Lampen, Dr. Jürgen Waldorf, hingewiesen. Fast die Hälfte der Straßenbeleuchtungssysteme in Deutschland seien noch auf dem Stand der Technik der 60er Jahre und verbrauchten viel mehr Strom als nötig. Die Industrie habe den Wirkungsgrad von Leuchten innerhalb der letzten zehn Jahre auf nahezu das Doppelte gesteigert, was die Betriebskosten erheblich senkt. Städte und Kommunen ersetzen pro Jahr nur rund drei Prozent der veralteten Stromfresser durch moderne energiesparende Technik. Bei diesem Tempo würde es noch 30 Jahre dauern, bis alle Straßenlaternen einmal ausgetauscht wären. Angesichts klammer Kassen und anhaltend hoher Strompreise könnten die Stadtsäckel jedoch jede Entlastung brauchen, um langfristig Finanzmittel für sinnvolle Projekte frei zu machen, beklagte Waldorf.
Als Grund für die geringe Bereitschaft zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung hat Waldorf die ausschließliche Betrachtung der Anschaffungspreise ausgemacht. Für Einkäufer in Verwaltungen seien diese wie auch in vielen Untenehmen das entscheidende Kriterium. Die Energiekosten über ihre gesamte Lebensdauer summiert würden in aller Regel nicht berücksichtigt.
Der ZVEI schlägt deshalb vor, ein flächendeckendes verbindliches Renovierungsprogramm aufzulegen, um einen schnelleren Austausch veralteter Straßenbeleuchtung gegen moderne energiesparende Technik zu bewirken. Waldorf wies darauf hin, dass über die KfW bereits heute Fördermittel bereitgestellt werden, mit deren Hilfe für eine deutliche Beschleunigung gesorgt werden könne. Voraussetzung sollte nach ZVEI-Auffassung allerdings sein, dass die Kommunen sich verpflichten, in den öffentlichen Ausschreibungen Mindestenergiestandards vorzuschreiben und die so genannten Lebenszykluskosten in ihre Kalkulationen einzubeziehen.
Die ZVEI-Initiative Energie-Effizienz ist unsere Sache! wurde im Jahr 2006 gestartet. Ziel ist es, mit dem verstärkten Einsatz von High-Tech einen Beitrag zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz zu leisten. Allein im Beleuchtungssektor, in den Bereichen Kühl- und Gefriergeräte sowie elektrische Antriebe kann nach ZVEI-Berechungen ein Einsparpotezial von jährlich weit mehr als 40 Mrd. kWh elektrischer Energie erreicht werden. Das entspricht dem Strombedarf des Bundeslands Hessen. Die heute bereits am Markt verfügbaren besonders effizienten Produkte finden jedoch noch nicht schnell genug den Weg in die Anwendung. Mit dem ZVEI-Impulsprogramm Energie-Effizienz tritt die Elektroindustrie für einen schnelleren Einsatz dieser Geräte ein.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
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