Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
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ZVEI-Präsident Loh: "Stimmung besser als die Zahlen"

(Hannover) - Die Elektroindustrie sieht trotz stark gesunkener Auftragseingänge und verringerter Produktion mittelfristig Chancen für einen Aufschwung. "Die Stimmung auf der Messe war besser als die Zahlen", sagte Friedhelm Loh, Präsident des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie zum Abschluss der Hannover Messe. Er stellte fest, dass auf der Messe über 4.000 Neuheiten überwiegend aus dem Bereich Elektrotechnik vorgestellt wurden. Die Gespräche der ZVEI-Mitglieds¬unternehmen mit ihren Kunden und Interessenten auf der Hannover Messe sind laut einer aktuellen ZVEI-Umfrage von außerordentlich hoher Qualität gewesen. Deshalb hat er die Hoffnung, dass der Tiefpunkt des Abschwungs bald erreicht und im 2. Halbjahr 2009 mit den ersten Anzeichen für eine langsame Erholung zu rechnen ist.

Loh forderte die Politik auf, die beiden Konjunkturprogramme möglichst umgehend umzusetzen. Darüber hinaus verlangte er, keine neuen Belastungen für die Wirtschaft zu beschließen, den Bürokratieabbau zu forcieren und die Unternehmensteuerreform zu überarbeiten. Diese Forderung stellte Loh vor dem Hintergrund eines Rückgangs der Auftragseingänge in der Elektroindustrie um 37 Prozent und des Umsatzes um 29 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahrs sowie angesichts der neuesten Wirtschaftsprognosen.

Loh betonte, die Messe 2009 habe die herausragende Bedeutung des Themas Energieeffizienz deutlich unterstrichen und sie in direkte Verbindung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gebracht. Firmen verbesserten mit dem Einsatz energieeffizienter Technik gerade in der Krise ihre Wettbewerbsposition. Die Elektroindustrie ist u. a. aus diesem Grund hervorragend für einen Aufschwung aufgestellt. Durch Investitionen in eine energieeffizientere Automatisierung der Prozesstechnik können vier Milliarden Euro und die Modernisierung der Betriebstechnik sechs Milliarden Euro eingespart werden.

Loh stellte fest, dass eine fünfjährige Sonderabschreibung auf energieeffiziente Produkte ein Investitionsvolumen von zehn bis
15 Milliarden Euro zur Folge haben kann. Er wies darauf hin, dass aufgrund steigender Produktionszahlen energieeffizienter Investitions¬güter die Amortisationszeiten sinken werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Lyoner Str. 9, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

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