Pressemitteilung | ZVEI e.V. - Verband der Elektro- und Digitalindustrie
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ZVEI: Qualität "Made in Germany" kommt im deutschen Gesundheitsmarkt zu kurz / Bürokratie behindert vor allem Mittelstand / Internationaler Erfolg deutscher Medica-Aussteller

(Frankfurt am Main/Düsseldorf) - Die Medizintechnik wurde von der Wirtschaftskrise weniger erfasst als die deutsche Wirtschaft insgesamt. Dies zeigt sich bei der Medica, der Weltleitmesse für Gesundheit in Düsseldorf. Die Mitglieder des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie berichten über zahlreiche positive Gespräche, die für die Geschäftsentwicklung optimistisch stimmen. Zugleich aber wurden die Schwierigkeiten dabei beklagt, neue Technik in Deutschland in den Markt zu bringen, die im Ausland ohne größere Hürden zum Einsatz kommt.

"Der Verlauf der Medica verdeutlicht uns, dass wir mit unseren Medizinprodukten international gefragt sind", sagte Christian Erbe, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik. Umso mehr komme es darauf an, unnötige Hemmnisse für den Zugang innovativer Technologien zum deutschen Gesundheitsmarkt zu beseitigen, damit der Nutzen der Innovationen auch praktisch belegt werden könne. Häufig sähen sich insbesondere kleine Unternehmen von Bürokratie behindert, so von der aufwändigen klinischen Prüfung neuer Produkte oder Verfahren. Hinderlich seien auch komplexe Strukturen bei der Entscheidung über die Kostenerstattung für neue Produkte und Verfahren, so Erbe.

Generell sei festzustellen, dass Medizintechnologie "Made in Germany" im Ausland wesentlich einfacher und selbstverständlicher angewendet werde als in Deutschland. Insofern ermutige der rege Zulauf ausländischer Kunden bei der Medica zum Einstieg und zum Ausbau der Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern. Erbe: "Auf Dauer benötigen wir aber einen starken Heimatmarkt als Basis, um unserem Qualitätsanspruch auch über die Grenzen hinweg gerecht zu werden."

Ein erstes wichtiges positives Signal kam Ende Oktober von dem vom ZVEI und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstalteten Innovationsforum Medizintechnik: Vertreter der Krankenkassen und des für die Kostenerstattung zuständigen Gemeinsamen Bundesausschusses zeigten sich gesprächsbereit. "Für einen innovativen Gesundheitsmarkt in Deutschland müssen formale Anforderungen in der Erstattungsfähigkeit auf das Notwendige beschränkt werden", betonte Erbe.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) Pressestelle Lyoner Str. 9, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317

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