Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Zwei Jahre Lkw-Maut / Bisher kaum Transportverlagerung auf Bahn und Schiff / VCD fordert Ausweitung und Erhöhung der Maut

Berlin) - Anlässlich der heutigen (18. Dezember 2006) Bilanz über zwei Jahre Lkw-Maut hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee aufgefordert, sich endlich für eine Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und das gesamte Straßennetz einzusetzen. Außerdem müsse der durchschnittliche Mautbetrag schrittweise auf 45 Cent pro Kilometer angehoben werden. Denn nach dem aktuellen Bericht des Bundesamtes für Güterverkehr wurde das Ziel, durch die Lkw-Maut spürbare Anteile des Güterverkehrs von der Straße auf umweltschonendere Verkehrsträger zu verlagern, bisher nicht erreicht.

*Transporte von der Straße auf die Schiene umzuleiten ist aus Gründen des Klima- und Gesundheitsschutzes ebenso dringend notwendig wie aus Gründen der Infrastrukturkosten", erklärt Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender und folgert: *Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Anreize für eine Verlagerung zu erhöhen. Wir fordern Bundesverkehrsminister Tiefensee auf, seine bisherige Bremser-Haltung aufzugeben und sich für die Ausweitung und Erhöhung der Maut stark zu machen."

Dass die Lkw-Maut ein gutes und wirksames Instrument für mehr Kostengerechtigkeit einerseits und zur umweltverträglicheren Gestaltung des Güterverkehrs andererseits sei, zeige sich zwei Jahre nach ihrer Einführung in wesentlichen Aspekten. So würden mit den schweren Lkw die Hauptverursacher von Straßenschäden über die Maut an den entstehenden Instandhaltungskosten direkt beteiligt. Außerdem hätten Leerfahrten kontinuierlich abgenommen und bei den Investitionsentscheidungen der Unternehmen würden aufgrund der nach Schadstoffausstoß gestaffelten Maut umweltfreundlichere Fahrzeuge bevorzugt.

*Neben diesen positiven Entwicklungen hat die Lkw-Maut durch die Begrenzung auf Autobahnen leider auch Negatives hervorgebracht", weiß Heidi Tischmann, VCD-Verkehrsreferentin. Denn viele Orte litten seit Einführung der Maut unter Ausweichverkehr. *Bund und Länder haben die große Belastung für die Menschen an den Ausweichstrecken fortlaufend verharmlost und sind aus wirtschaftlichen Gründen vor einer Ausdehnung der Maut auf betroffene Strecken zurückgeschreckt. Damit muss Schluss sein", fordert Tischmann. Das einfachste Mittel sei die vom VCD schon lange geforderte Ausweitung der Maut auf alle Straßen.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Daniel Kluge, Pressesprecher Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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