Zwei Jahre nach der Tsunami-Katastrophe: DRK zieht positive Bilanz der Hilfe / 3.000 Häuser in Indonesien und Sri Lanka errichtet oder geplant / Wiederaufbau in Sri Lanka kommt trotz erschwerter Bedingungen voran
(Berlin) - Zwei Jahre nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Südasien zieht das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine positive Bilanz seiner Hilfe. Der Wiederaufbau hat 2006 enorme Fortschritte gemacht, erklärt DRK-Präsident Rudolf Seiters, Wir liegen gut in der Zeit. Mit 124,6 Millionen Euro wurde dem DRK nach dem Tsunami die bundesweit höchste Summe privater Spenden anvertraut. Zwei Jahre danach hat das DRK 56,4 Millionen Euro investiert; der Rest ist für laufende Projekte fest verplant.
Seit dem Ende der Soforthilfephase, in der das DRK in allen elf betroffenen Ländern half, konzentrieren sich 40 Delegierte auf den Wiederaufbau der am schwersten getroffenen Regionen. In Indonesien und Sri Lanka errichtet das DRK über 3.000 Häuser, baut und renoviert vier Krankenhäuser, über 30 Gesundheitsstationen und über 30 Schulen. Mehr als 1.300 Häuser sind bereits errichtet oder befinden sich im Bau; das erste Dorf wurde im Mai 2006 in Indonesien an 40 Fischerfamilien übergeben.
Besonders freue ich mich, in wenigen Wochen den Bezug des neu errichteten Dorfes Ismailpuram im Osten Sri Lankas mit der Bevölkerung feiern zu dürfen, so Dr. Seiters. Das DRK ist eine der wenigen Organisationen, die noch im Norden und Osten des Landes arbeiten. Unter dem Schirm des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz baut das DRK bis zu 1.700 Häuser und stellt die medizinische Versorgung der Einwohner der Region Mullaitivu sicher. Bis Dezember 2006 wurden in dem dortigen DRK-Krankenhaus mehr als 200.000 Patienten, unter ihnen nicht wenige Bürgerkriegsopfer, behandelt. Seiters äußert sich besorgt über die instabile politische Situation. Im Jahr 2006 hat der Konflikt zwischen der Regierung und der tamilischen LTTE mehr als 3.000 Tote gefordert. Zusätzlich zu den Tsunami-Opfern versorgen Hilfsorganisationen inzwischen 200.000 Binnenflüchtlinge. Das DRK hilft außer mit medizinischer Versorgung mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern.
Nachhaltigkeit und Gründlichkeit sind die obersten Leitlinien der Hilfe. Das DRK baut in den gefährdeten Regionen erdbebensicher und in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Darüber hinaus ist das DRK mit dem Aufbau eines effizienten Rettungsdienstes sowie mit dem Ausbau des Katastrophenschutzes beschäftigt. Das DRK bleibt bis mindestens 2010 in der Region aktiv.
Ausführliche Informationen über die Hilfe des DRK in Südasien finden Sie auf unserer Internetseite unter http://www.drk.de/weltweit/suedasien/index.html
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK), Generalsekretariat
Lübbo Roewer, Pressestelle
Carstennstr. 58, 12205 Berlin
Telefon: (030) 85404-158, Telefax: (030) 85404-450
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