Zweite Tarifrunde für Tageszeitungsredakteure am 11. November
(Berlin) - Am Freitag (11. November) findet in Hamburg die zweite Tarifrunde für Journalisten an Tageszeitungen statt. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert für die rund 14 000 Redakteurinnen und Redakteure und die arbeitnehmerähnlichen freien Journalistinnen und Journalisten vier Prozent mehr Geld.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat Forderungen angekündigt, die eine deutliche Absenkung der Tarifeinkommen durch eine Verschlechterung der Gehaltsstruktur bedeuten würden. Durch Kappung von Tarifsteigerungen und Absenkung von Einstiegsgehältern wären viele Journalisten mit wenigen Berufsjahren und Berufseinsteiger besonders stark betroffen.
Angesichts dieser Forderungen erteilte der ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke einem Zwei-Klassen-Tarifvertrag eine klare Absage. Die Anforderungen steigen kontinuierlich und neue Berufsbilder haben in die Redaktionen längst Einzug gehalten. Die Verleger sind mit ihren Forderungen auf dem Holzweg, denn qualifizierte junge Journalisten sind ihren Preis wert. Die Demontage des Gehaltstarifs würde einen Investitionsstopp in Qualitätsjournalismus bedeuten, unterstrich ver.di-Vize Werneke.
Aus Sicht der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di sei es vielmehr überfällig, mittlerweile etablierte Berufsbilder wie Online-Journalisten in den Redakteurstarif aufzunehmen. Auch für junge Berufe wie Newsdeskredakteure fehle bisher eine klare Eingliederung.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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