Der Abschluss von Freihandelsabkommen ist für die EU wichtiger, seitdem Fortschritte im Rahmen der Welthandelsorganisation immer schwieriger geworden sind. Mit fast 50 Ländern unterhält die Europäische Union bereits Freihandelsabkommen in unterschiedlichen Formaten. Dass es jedoch gerade jetzt gelungen ist, die Verhandlungen für umfassende Kooperationsabkommen mit schwergewichtigen Partnern nach jahrelangem Stillstand abzuschließen, ist ein großer Fortschritt angesichts der protektionistischen Zollpolitik der USA.

Neue strategische Agenda der EU mit IndienEin weiteres, strategisch relevantes Abkommen ist das EU-Indien-Freihandelsabkommen, das ebenfalls im Januar nach fast 20 Jahren Verhandlungen abgeschlossen wurde. Indien ist mit rund 1,45 Milliarden Einwohnern und einer schnell wachsenden Wirtschaft ein Schlüsselmarkt für europäische Exporte – von Maschinen über Chemieprodukte bis hin zu Dienstleistungen.Das Abkommen wird Zölle auf über 96 Prozent der EU-Exportgüter reduzieren und langfristig EU-Unternehmen neue Wettbewerbschancen eröffnen. Teil der Vereinbarung sind ein Investitionsschutzabkommen sowie ein Abkommen zu geografischen Herkunftskennzeichnungen.Hauptstoßrichtung Asien-PazifikDas Freihandelsabkommen mit Indien ergänzt die erfolgreichen Bemühungen der EU, insbesondere mit Ländern im Raum Asien-Pazifik verstärkt zu kooperieren. So wurde ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Japan 2019 abgeschlossen. Es sieht vor, dass Japan 97 Prozent seiner Einfuhrzölle absch


