Verbändereport AUSGABE 9 / 2016

Wie können wir in einer Krise den Imageschaden für unseren Verband möglichst gering halten?

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Veränderungsprozesse kommen oft erst in Gange, wenn kritische Situationen eingetreten sind. Die Angst vor einem Imageschaden bleibt dabei nicht aus. Veränderungen werden nicht nur positiv aufgenommen – intern nicht und von außen erst recht nicht. Wie und was kommuniziert man in solchen Phasen nach außen?

  Abwägen Wird Ihr Verband in Medien in schlechtem Licht dargestellt oder gar ein „Skandal“ vermutet oder aufgedeckt, sind Sie im Zugzwang: Sie müssen reagieren, und zwar schnell (siehe Punkt 2 ff.).         Ist Ihnen jedoch schon vorher bekannt, dass etwas Unangenehmes publiziert werden könnte, sollten Sie zuerst abwägen, ob Sie aktiv werden oder abwarten. Sie sollten sich fragen, ob Ihre Situation für die (Fach-)Öffentlichkeit überhaupt relevant oder interessant genug sein könnte: Sind in naher Zukunft unangenehme Konsequenzen zu erwarten, die auffallen werden, etwa Mitgliederaustritte oder Proteste? Bewerten Sie die Relevanz ganz genau: Ein einziger extremer Facebook-Post muss noch keine öffentliche Reaktion erfordern. Krisenplan vorbereiten Krisenkommunikation beginnt stets vor einer offensichtlichen Krise. Auch in Umbruchphasen können Kleinigkeiten zu einem öffentlichen Aufruhr führen. Bei allen Veränderungsprozessen müssen mögliche negativ

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Autor

Daniela Burkhardt

arbeitete viele Jahre als Hörfunk- und Fernsehjournalistin sowie als Talk-Moderatorin, vor allem für den Bayerischen Rundfunk, aber auch für private Sender wie Sat1. Nach einem „Seitenwechsel“ war die promovierte Germanistin und ausgebildete Journalistin als Pressesprecherin tätig. Als Medien- und Rhetorik-Coach bereitet sie nun Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Showbusiness gezielt auf öffentliche Auftritte in den Medien (Statements, Interviews, Talkshowauftritte) und vor Publikum (Podium, Fachvorträge) vor. Sie entwickelt außerdem mit ihrem Unternehmen EDLAB außergewöhnliche Publicity-Medien-Projekte.

http://www.bc-zwei.de
Autor

Andreas Schümchen

studierte an der TU Berlin Germanistik, Medienwissenschaft, Psychologie und Kunstgeschichte und wurde an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg zum Dr. phil. promoviert. Er war unter anderem Chefredakteur des Fachmagazins „Medien Bulletin“ und Leiter des Referats Publizistik und Kommunikation beim Grimme-Institut in Marl, bevor er 2000 zum Professor für Journalistik an die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin berufen wurde, wo er seit 2013 Direktor des Instituts für Medienentwicklung und -analyse (IMEA) ist.

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