Der Verband elektronische Rechnung (VeR) hat sein neues Strategiepapier „Effiziente Umsetzung des Meldesystems“ veröffentlicht. Darin zeigt der Expertenverband der deutschen E-Invoicing-Branche, wie ein digitales Meldesystem auf Basis der E-Rechnung in Deutschland wirtschaftlich sinnvoll, technisch realistisch und europäisch anschlussfähig umgesetzt werden kann. Das Ergebnis der umfassenden Bestands- und Situationsbewertung für die größte Volkswirtschaft Europas: Das künftige deutsche Meldesystem muss nicht auf der grünen Wiese entstehen. Mit der verpflichtenden B2B-E-Rechnung, etablierten E-Invoicing-Providern, vorhandenen Plattforminfrastrukturen und Netzwerken wie Peppol sind wesentliche technische und organisatorische Grundlagen bereits im Markt vorhanden.
Das Strategiepapier beschreibt das Meldesystem deshalb als logische Weiterentwicklung bestehender E-Rechnungsprozesse – nicht als zusätzlichen bürokratischen Parallelprozess. Aus Sicht des VeR ist die E-Rechnung mehr als eine neue gesetzliche Pflicht. Sie schafft die Datenbasis für ein transaktionsnahes digitales Meldesystem, das steuerrelevante Kerndaten automatisiert aus vorhandenen E-Rechnungen gewinnen und an die Finanzverwaltung übermitteln kann. Ziel ist ein digitaler End-to-End-Prozess nach dem Prinzip „Einmal erzeugen – mehrfach nutzen“. Eine Schlüsselrolle kommt nach Einschätzung des VeR künftig den E-Invoicing-Providern und Plattformdienstleistern zu. Die Dienstleister sind bereits heute tief in den Prozessketten der Unternehmen integriert und können auch zukünftig die Validierung, Konvertierung, sichere Übertragung, Adressierung, Fehlerhandling und die Extraktion meldepflichtiger Kerndaten verlässlich und compliant übernehmen.
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