Verband & Tagung

Karlsruhe – Stadt für smarte Veranstaltungen

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Die Stadt Karlsruhe ist ein innovativer Digitalstandort. Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur, Politik und Verwaltung sind durch smarte Lösungen verzahnt. In diesem Klima ist Raum für zukunftsorientierte Veranstaltungen.

(C) Verbändereport Ausgabe 2, März/April 2020
Karlsruhe © ARTIS – Uli Deck

Zu den 50 Smart Cities im Bundesgebiet zählt auch Karlsruhe – so der Smart-City-Atlas 2019 des Bitkom, des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Smart Cities sind dank der Digitalisierung effizienter und technologisch fortschrittlicher, die regionale Verbundenheit ist gestärkt und die Lebensqualität verbessert.

So vereint beispielsweise die Initiative „karlsruhe.digital“ Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung –
dadurch wird Expertenwissen gebündelt und Vernetzung gefördert, um die digitale Zukunft der Stadt aktiv zu gestalten. Der Verein Hubwerk01 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Region weiter zu digitalisieren. Dazu bringt er Unternehmen aus der Region mit Experten aus dem Ingenieurwesen, der Informationstechnologie, dem Marketing und ausgewählten Start-ups zusammen – um dann gemeinsam an praktischen Lösungen zu arbeiten. In der Location Hubwerk01 können auch Tagungen veranstaltet werden.

Veranschaulicht wird die Karlsruher Dynamik auch durch weitere Initiativen. So wurde Karlsruhe im Rahmen der „de:hub-Initiative“ des Bundes als „Digital Hub für Angewandte Künstliche Intelligenz“ ausgezeichnet. Nicht zuletzt hat auch das Thema Mobilität in der Fächerstadt Tradition: In Karlsruhe befindet sich das Testfeld für autonomes Fahren Baden-Württemberg, auf dem schon heute Verkehrskonzepte der Zukunft erprobt werden.

Großveranstaltungen zeigen Potenzial

Im Oktober 2019 fand zum ersten Mal auf Initiative von karlsruhe.digital die „Bunte Nacht der Digitalisierung“ statt. Dabei wurden digitale Lösungen in ganz Karlsruhe mit einem vielfältigen und dezentralen Programm für alle Einwohner und Gäste sicht- und erlebbar gemacht. Für Oktober 2020 ist die zweite „Bunte Nacht der Digitalisierung“ geplant.
Inspiration für die Stadt von morgen liefert die Messe „Smart City Solutions“. Sie findet zusammen mit der „Intergeo“, der Weltleitmesse für Geodaten, statt. Präsent auf der Messe war 2019 unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das KIT, die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft, leistet einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und zu Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Neben dem Technologietransfer spielt auch der Wissenstransfer eine entscheidende Rolle. So hat das KIT im Herbst 2019 den „K3 Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft“ mit fast 500 Teilnehmern ausgerichtet.

Vielfältige Veranstaltungsstätten

Auf Gäste wartet in Karlsruhe die vielleicht modernste Tourist-Information in Europa: Ein interaktiver Rundgang wird hier zum 360-Grad-Erlebnis – an Touchscreens, über riesige Bildschirme und beschallt mit Surround-Sound wählen Gäste ihre Ziele in der Stadt aus. „Wer in einer inspirierenden und zukunftsorientierten Location eine Verbandstagung oder ein Event planen möchte, ist in der Smart City Karlsruhe und Region am richtigen Ort“, so Pia Kumpmann, Leiterin des Convention Bureaus. „Als Non-Profit-Servicestelle der Stadt und der Region Karlsruhe steht unser Team unentgeltlich mit Rat und Tat zur Seite.“
Für Verbandstagungen stehen im Schwarzwald und in den Pfälzer Bergen über 100 Locations, Hotels und Dienstleister zur Auswahl. Zu den zukunftsorientierten Veranstaltungsstätten zählt beispielsweise das CyberForum e. V., das Unternehmer, Gründer, Kreative und Mitarbeiter aus Forschungseinrichtungen vernetzt. Als Standort für zukunftsträchtige Hightech-Branchen bringt der Technologiepark Karlsruhe (TPK) als Wissens-Campus Menschen aus Forschung und Business zusammen. Auch die Messe Karlsruhe bietet Raum für zahlreiche Veranstaltungsformate.

Messe Karlsruhe: Digitaler Hub

Digitale Tools haben das Potenzial, den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren, seine Effizienz zu steigern, Kosten zu reduzieren und zur Verbesserung des Fahrgast-Erlebnisses beizutragen. Damit diese Tools entwickelt, sinnvoll eingesetzt und vernetzt werden können, bedarf es des Austausches – den bot die Konferenz und Fachmesse IT-TRANS Anfang März.
Rund 150 Referenten und etwa 6.000 Fachbesucher setzten sich in der Messe Karlsruhe mit der digital vernetzten urbanen Mobilität auseinander. Einer der Redner war Guillaume Gibon, CEO der Softwarefirma CITiO aus Paris. Er teilte sein Wissen im Vortrag zu „Start-ups as mobility innovator“. Die Session thematisierte, wie Behörden und Betreiber des ÖPNV mit neuen Akteuren zusammenarbeiten, um die städtischen Mobilitätssysteme der Zukunft auf einen nachhaltigen Weg zu führen. Gibon war nicht nur Referent, sondern auch einer von rund 280 Ausstellern bei der begleitenden Fachmesse. Auch etwa 20 Start-ups stellten ihre Ideen vor, sie kamen aus Europa und der ganzen Welt – aus China, Israel, Japan, Kanada, Russland und den USA.
Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Großveranstaltung sind der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) und die Messe Karlsruhe. Die Messe ist gerne Gastgeber, denn, so Geschäftsführerin Britta Wirtz: „Mobilität und Digitalisierung sind zwei echte Megathemen. Zukunftsvisionen und neueste Erkenntnisse zu transportieren, ist Aufgabe einer Leitmesse wie unserer.“

Vielseitiges Messe- und Kongresszentrum

Veranstaltungen wie diese, die sich mit innovativen und smarten Lösungen beschäftigen, finden immer wieder in der Messe Karlsruhe statt. Über 300 Veranstaltungen locken jedes Jahr bis zu 800.000 Besucher auf das Messegelände und ins Kongresszentrum Karlsruhe. Die Messe Karlsruhe wartet dafür mit zwei Standorten auf – innerstädtisch und vor den Toren der Stadt –, mit etwa 75.000 Quadratmetern Freifläche und rund 52.000 Quadratmetern Hallenfläche. „Bei uns erhält der Kunde ein Location-Portfolio, das hinsichtlich der Mischung aus Vielfältigkeit, Größe und Kombinierbarkeit einzigartig ist – und das alles aus einer Hand“, so Holger Klanfer, Bereichsleiter Kongress & Kultur der Messe Karlsruhe.

Das Messegelände in Rheinstetten, südlich von Karlsruhe, ist weitläufig und funktional. Vier Hallen, eine rundherum verglaste Aktionshalle und ein begrüntes Atrium gehören zum Messegelände. Das Kongresszentrum Karlsruhe liegt zentral und damit gut erreichbar, es gilt als Deutschlands größtes innerstädtisches Kongresszentrum. Vier Gebäude und eine etwa 10.000 Quadratmeter große Freifläche auf dem Festplatz bilden das Kongresszentrum Karlsruhe: das klassizistische Konzerthaus, die im Bauhausstil errichtete Schwarzwaldhalle, die Gartenhalle als klassische Event Location und die moderne, multifunktionelle Stadthalle.

Das Konzerthaus aus dem Jahr 1915 wird immer wieder für repräsentative Veranstaltungen gewählt. Es fasst bis zu 1.000 Personen. Die Schwarzwaldhalle ist multifunktional nutzbar, etwa für Konzerte und Comedy-Shows, auch glamouröse Galas fanden hier bereits statt – wie die Bambi-Verleihung von 1955 bis 1964. Der säulenfreie Saal bietet über 2.400 Quadratmetern Platz, maximal 4.500 Personen fasst die Schwarzwaldhalle unbestuhlt. Insbesondere für Ausstellungen, aber auch für Kongresse, Präsentationen, Bankette und Feiern eignet sich die tageslichthelle Gartenhalle, die einen direkten Zugang zum Zoologischen Garten bietet. Die Messe Karlsruhe ist der exklusive Vermarkter dieses Geländes. Die Gartenhalle ist insgesamt etwa 4.500 Quadratmeter groß.

Um die Bedürfnisse von Kongressveranstaltern zu erfüllen, wird die Stadthalle derzeit modernisiert, technisch und optisch auf den neuesten Stand gebracht. Zur Stadthalle gehören fünf Veranstaltungssäle für maximal 4.000 Personen, fünf Konferenzräume für bis zu 530 Personen sowie 16 Seminarräume und drei Foyers mit insgesamt 6.000 Quadratmetern Fläche. Wie die Stadthalle in Zukunft aussehen wird, können sich Interessierte auf der Website der Messe Karlsruhe ansehen.
Die vier Gebäude des Kongresszentrums dienen wie das Messegelände regelmäßig als Austragungsort für nationale und internationale Tagungen und Kongresse, auch von Verbänden. „Veranstaltungsplaner aus Verbänden schätzen die hervorragenden Netzwerke aus Wissenschaft, Forschung, Medizin und Kultur, deren Kontakte die Messe Karlsruhe gerne vermittelt. Vor allem mit der Exzellenzuniversität Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem städtischen Klinikum verbinden sich eine Vielzahl von Verbandskongressthemen“, so Holger Klanfer. So wird der Deutsche Heilpraktikertag Mitte Juni 2020, wie seit Jahrzehnten, in der Gartenhalle stattfinden. Weitere Veranstaltungen wie die Arbeitstagung Neuro Intensiv Medizin 2020 (ANIM), der 13. Endometriosekongress, die International Conference on Micro Reaction (IMRET) und der Deutsche Städtetag sind nur ein Teil des umfassenden Veranstaltungsportfolios. Klanfer: „Mit meinem engagierten Team stehen wir für ein Rundum-sorglos-Paket für Veranstalter, sind tatkräftige Unterstützer und manchmal auch Unmögliches-möglich-Macher. Willkommen in Karlsruhe!“

Interaktiv und partizipativ – das Zentrum für Kunst und Medien Kalsruhe

Manchmal ist es so, dass die Kunst ein Thema darstellt, das die Gesellschaft erst Jahre später wahrnimmt und versteht. Die Ausstellung „Writing the History of the Future“, die bis Ende März 2021 im Zentrum für Kunst und Medien – ZKM Karlsruhe – zu sehen ist, thematisiert genau das. Sie zeigt, wie Künstler mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst später in der Gesellschaft ankommen, und sie macht gleichzeitig deutlich, wie sehr auch technische und smarte Weiterentwicklungen die Kunst beeinflussen.

In dieser Ausstellung präsentiert das ZKM die Hauptwerke seiner Medienkunstsammlung und erzählt die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu. Anhand von über 500 Objekten werden der Wandel der Kunst im Laufe der Jahrzehnte und das veränderte Verhältnis zum Kunstwerk anschaulich – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Zu sehen sind Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst. Neben der Sammlungsausstellung sind auf rund 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zahlreiche weitere Ausstellungen zu sehen.

Das ZKM hat sich zur Aufgabe gemacht, Etabliertes zu hinterfragen und Neues zu entwickeln. 1989 mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben, hat es von Anbeginn an auch das Entstehen von Kunstwerken unterstützt – aus diesem Grund heißt es „Zentrum“ und nicht „Museum“. In diesem Sinn laden beispielsweise interaktive Installationen Besucher jeden Alters zum Mitmachen ein. Das Führungs- und Vermittlungsprogramm des ZKM ist interdisziplinär, crossmedial und partizipativ ausgerichtet: In Workshops experimentieren die Teilnehmer aller Generationen und Kompetenzlevel mit analogen und digitalen Medien.

In diesem Spannungsfeld können auch externe Veranstaltungen stattfinden: Für Empfänge, Festakte, Symposien, Workshops und Galadinner bietet das ZKM die Möglichkeit, Räume anzumieten. Nutzbar sind das Foyer, das Medientheater, der Vortragssaal sowie Seminarräume – auch außerhalb der Öffnungszeiten. Auf Wunsch kann eine Veranstaltung mit einer Führung durch die Ausstellungen der Museen oder mit einer Führung zu ausgewählten Themen verbunden werden.

BWGV-Akademie und AkademieHotel

Die BWGV-Akademie und das Akademie-Hotel in Karlsruhe verstehen sich als Ort der persönlichen und beruflichen Begegnung und Weiterentwicklung. Gemeinsam mit und für Firmenkunden, Verbände und Gäste werden hier zusammen mit den Nutzern Qualifizierungsmöglichkeiten entwickelt und Raum und Atmosphäre für Veranstaltungen und Feierlichkeiten aller Art geboten.
Das moderne Hotel und Tagungszentrum der 3-Sterne-Superior-Qualität des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e. V. ist zentral und doch im Grünen gelegen. Ausgezeichnet als Mitglied der TOP 250 besten Tagungshotels ist das Hotel durch seine tageslichthelle Konzeption mit modernem Interieur geprägt.

Entspanntes Umfeld auch für Tagungen und Seminare

An den Tagungskomplex mit 33 funktionalen und mit moderner Medientechnik ausgestatteten Seminar- und Veranstaltungsräumen für bis zu 370 Personen, schließt sich der Hotelbereich mit seinen 143 Gästezimmern an. Zusammen mit dem kreativen Gastronomiekonzept mit seinen vielfältigen kulinarischen Möglichkeiten bietet das AkademieHotel einen Rahmen für Veranstaltungen, aber auch Feierlichkeiten und Events aller Art – von exklusiver Familienfeier bis hin zur großen Fachtagung und von ein- bis mehrtägig. Hier findet auch ein Großteil der Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen der BWGV-Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e. V. statt.

Mit über 1.000 Veranstaltungen aus den Themenfeldern Assistenz und Officemanagement, Ausbildung und Personal, Betriebsräte, Führung und Leadership, Immobilien und Makler, Marketing und Vertrieb, Projekt- und Prozessmanagement, Recht und Soft Skills werden durch die BWGV-Akademie ein auf die Praxis zugeschnittenes offenes Bildungsprogramm sowie individuelle Inhouse-Angebote und Personalentwicklungsberatung auch für den Mittelstand, Verbände und bildungsinteressierte Privatpersonen angeboten.

Zentrale und idyllische Lage

Tagen, Feiern und Lernen und Übernachten finden beim BWGV in idyllischer und ruhiger Lage statt – und doch zentral mit nur wenigen Minuten Entfernung von der Karlsruher City. Man erreicht das Seminar- und Tagungszentrum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Des Weiteren lassen sich 210 kostenfreie Parkplätze, 140 davon in der Tiefgarage, nutzen. Und auch wer nach einem langen Tagungs- oder Seminartag noch Entspannung sucht, wird hier fündig. Eine parkähnliche Außenanlage, eine große Sonnenterrasse, ein großzügiger Sauna- und Fitnessbereich und die BistroBar laden zur Entspannung oder zu einem inspirierenden Austausch ein. Für Outdoor-Sportler liegt der Karlsruher Oberwald direkt vor der Tür. Seit 2014 ist das Hotel zudem EMAS-zertifiziert. Diese Umweltzertifizierung ist für den BWGV Ausdruck des bewussten und respektvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen und steht im Einklang mit nachhaltigem Handeln.

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