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Jena ist ein sympathischer Mix. Woraus? Aus Alt und Neu, aus Kultur, Industrie und Wissenschaft, aus spannender Geschichte und bahnbrechenden Entwicklungen. Und nicht zuletzt aus lebendiger Stadt, erholsamen Parks und Naturgebieten. Jenas besondere Spezialität: die ansässigen Hightechbranchen, die als kompetenter Background für Fachkongresse willkommen sind. Zusammen mit einem Mix aus vielseitigen Locations für unterschiedliche Ansprüche – allen voran das kurz vor der Neueröffnung stehende Volkshaus – mausert sich Jena zu einem attraktiven Tagungsstandort für kleine und mittlere Tagungen.
Saaleaue Jena © JenaKultur, Foto: André Gräf

Die ganze Stadt als „Stätte der Physik“

Im Juni 2021 verlieh die Europäische Physikalische Gesellschaft (EPS) der Stadt Jena den Titel „Historische Stätte der Physik“. Damit gehört die Lichtstadt – so genannt wegen der Schwerpunkte zu lichtbasierter Forschung – zu den bedeutenden Orten, an denen wegweisende Entdeckungen und Innovationen gelangen. Jena darf den Ehrentitel der Gesellschaft als erste Stadt tragen. Denn bislang wurden nur einzelne Forschungseinrichtungen, Labore oder wissenschaftliche Institute in Europa, den USA und Indien in die Liste aufgenommen. Die Auszeichnung gilt der Stadt als Kommunikationsraum, in dem eine einzigartige Innovationskultur entstand, die bis heute fortlebt. Begonnen hat die Jenaer Wissenschaftsgeschichte 1548 mit dem Collegium Jenense, dem ältesten heute noch genutzten Universitätsgebäude. Weitere historische Stätten zeugen von Forscherdrang und Experimentierfreude. In diesem Klima fruchtbaren Wissenschaftsaustausches bahnte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Zusammenarbeit dreier außergewöhnlicher Persönlichkeiten an – Zeiß, Abbe und Schott, die Jena zu weltweiter Bekanntheit verhalfen.

Lichtstadt Jena – ein Paradies der Optik

Der stadtnahe Park an der Saale hieß schon „Paradies“, als Carl Zeiß 1846 mit seiner Werkstatt in Jena den Grundstein für die moderne Optik legte. Als ebenso paradiesisch und glücklich erwies sich das Zusammentreffen des Mechanikers mit dem Physiker Ernst Abbe und dem Glasspezialisten Otto Schott. Es führte nicht nur zur Gründung bis heute international erfolgreicher Konzerne wie ZEISS, Jenoptik und SCHOTT, sondern war zugleich Ausgangspunkt für eine beispielhafte Entwicklung innovativer kleiner und mittelständischer Betriebe. Carl Zeiß wäre sicher begeistert angesichts der geballten Fachkompetenz, die sich heute in zwei Hochschulen und zahlreichen Forschungsinstituten konzentriert. Mit seiner eindrucksvollen Industriegeschichte gilt Jena als Wiege der optischen Indus­trie in Europa und als ein anerkanntes Forschungszentrum auf den Gebieten der Optik und der Photonik. Dabei breiten sich die lichtbasierten Technologien auf andere zukunftsweisende Themen aus, zum Beispiel Lebenswissenschaften und Alternsforschung. Stichwort Gesundheit!

Moderne Medizintechnik in Jena gebündelt

Aus den Jenaer Forschungsinstituten kommen maßgebliche Entwicklungen in den Sparten Medizintechnik, Analytik und Bioanalytik, Pharma- und Biotechnologie. Optische Technologien versprechen dabei eine schonende, schnelle und präzise Diagnostik sowie die Chance, künftig Krankheiten möglichst früh zu erkennen und Therapien besser an einzelne Patienten anzupassen. Komplettlösungen in der Augenheilkunde, medizinische Lasertechnologien oder Operationsmi­kroskope für die Mikrochirurgie sind nur einige Beispiele für die innovative Vielfalt der Medizintechnik aus Jena. Das Leistungsspektrum in der Analytik und Bioanalytik umfasst wiederum Anwendungsbereiche in der Medizin und den Lebenswissenschaften, beispielsweise biophotonische Lösungen in der Sepsis- und Krebsdiagnostik. Jenaer Unternehmen und Institute gehören zu den international renommierten dieser Branche. Das moderne Universitätsklinikum Jena ist hierbei ein wichtiger Partner für Forschung und Entwicklung.

Innovation und Kreativität

Präzisionstechnik, Green Tech sowie digitale Wirtschaft – auch in diesen Kompetenzfeldern spielt Jena an der Weltspitze mit: Das breite Leistungsspektrum reicht hier von E-Commerce-Technologien, mobilen Lösungen und digitalem Marketing über die Digitalisierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen bis hin zu Big-Data-Analysen. Dabei arbeiten derzeit rund 3.500 Beschäftigte in über 100 Unternehmen an der digitalen Transformation. Hinzu kommen zahlreiche IT-Spezialisten in Jenas Branchenfeldern. Sie prägen gemeinsam mit kreativen Dienstleistern, Künstlern und Kulturschaffenden die innovative und kreative Vielfalt der zukunftsorientierten Lichtstadt Jena.

Branchenverbände vor Ort präsent

Mit weitreichenden Kontakten zu Experten und Wissenschaftlern ermöglicht das Jena Convention Bureau Tagungen und Kongresse mit Fachbesuch. Zum Angebot des Bureaus gehört, neben Hilfe bei Planung und Umsetzung von Veranstaltungen, auch die gezielte Vermittlung von fachspezifischen Referenten. Wichtige Branchenvereinigungen haben ihren Sitz in Jena und unterstützen mit Fachwissen, beispielsweise der medizinische Branchenverband medways e. V., das Photoniknetzwerk OptoNet Jena e. V., das Innovationscluster SpectroNet e. V. und der Forschungscampus Infecto­Gnostics. Auch die Ernst-Abbe-Hochschule, die Friedrich-Schiller-Universität mit ihrem Servicezentrum für Forschung und Transfer sowie das Universitätsklinikum Jena können mit Referenten und Keynote Speakern aus unterschiedlichen Bereichen aufwarten. Die große Dichte an Wissenschafts- und Forschungsstätten bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, Tagungen mit praktischen Erlebnissen zu bereichern. So lassen sich die Veranstaltungen durch eine Besichtigung des Faserziehturms am Leibnitz-Institut für photonische Technologien, durch einen Besuch des Technologie- und Innovationsparks Jena oder durch Zugang zur Lichtwerkstatt Jena erweitern.

Passgenaue Tagungsformate im Volkshaus Jena

Kennen Sie Jena? Möglicherweise das Volkshaus? Das stattliche Gebäude wurde 1903 auf Initiative von Ernst Abbe errichtet. Dem sozial engagierten Unternehmenslenker war viel daran gelegen, der Jenaer Bevölkerung einen öffentlichen Raum mit „Gelegenheiten zur geistigen Anregung“ zu schaffen. Der in den vergangenen Jahren erfolgte Umbau zu einem modernen Kultur- und Kongresszentrum ist fast vollendet. Seien Sie gespannt, in Kürze präsentieren sich die historischen Räume in neuem Glanz. Kernstück des Volkshauses ist der große Plenumssaal, der nach dem Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe benannt ist. Das ehrwürdige Ambiente mit originalgetreu restaurierten Jugendstilelementen und hervorragender Akustik bildet den passenden Rahmen für Tagungen und andere Veranstaltungen. In Reihenbestuhlung bietet der Ernst-Abbe-Saal Platz für bis zu 1.000 Personen. Sieben Räume stehen für parallele Veranstaltungen, Workshops oder Seminare im angrenzenden Turmgebäude zur Verfügung. Diese lassen sich bei Bedarf auf elf Räume erweitern, denn einige Flächen sind durch Abtrennungen teilbar. Dadurch ist es möglich, flexibel auf die jeweiligen Anforderungen der Veranstalter und Organisatoren zu reagieren. Vier großzügige Foyerflächen mit über 1.200 m² sind für Begegnungen, Ausstellungen und Catering geeignet. Mit ihren Säulen und Rundbögen ist die Max-Reger-Halle im Eingangsbereich des Saalgebäudes besonders stilvoll. Die anderen Foyerbereiche sind je nach Tagungsformat auch als Nebenräume nutzbar. Dazu stehen zwei Garderoben-Bereiche zur Verfügung. Für die Einrichtung eines Tagungsbüros, für die Referentenbetreuung und die Anmeldung der Teilnehmenden ist im Erdgeschoss des Turmgebäudes ausreichend Platz vorhanden.

Authentische Locations im Stadtzentrum

Gleich gegenüber dem zentral gelegenen Bahnhof Jena Paradies steht das Volksbad mit seiner imposanten Jugendstil-Architektur. Viele haben hier noch schwimmen gelernt. Heute finden in der ehemaligen Badehalle regelmäßig Tagungen bis 350 Personen, Firmenpräsentationen und Konzerte statt. Auch für festliche Empfänge und Feierlichkeiten ist der coole Veranstaltungsort mit Bar und Galerie geeignet. Im Zeiss-Planetarium Jena können Tagungsteilnehmende nach den Sternen greifen, wenn Veranstalter ihre Gäste zum Dinner unterm Sternenhimmel bitten. Das dienstälteste Projektionsplanetarium der Welt wurde 1926 eröffnet und bietet eine einzigartige Kombination aus außergewöhnlicher, historischer Location und modernster Technik. Weitere authentische Tagungsstätten finden sich im Zentrum und in den angrenzenden Stadtvierteln. Die denkmalgeschützte Villa Rosenthal, das neoromanische Normannenhaus, die „Tanzschule führbar“ im ehemaligen Güterdepot oder das Scala-Hotel hoch über der Stadt im JenTower sind nur einige Beispiele.

Jena Convention Bureau – die Auskenner

Das Jena Convention Bureau agiert als Schnittstelle zwischen Jenas Kompetenzbranchen und den Veranstaltern. Es vermittelt die passenden Branchenpartner und zeigt die individuellen Stärken der lokalen Dienstleister auf. Für die Organisatoren von Fachtagungen, Kongressen und Incentives bietet das Jena Convention Bureau zahlreiche unterstützende Leistungen an.


Weiterführende Informationen:
www.jenaconvention.de
www.physik.uni-jena.de/Historic-Sites
www.volkshaus-jena.de
www.volksbad-jena.de
www.normannenhaus-jena.de
www.planetarium-jena.de
www.visit-jena.de

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