Verband & Tagung

Neue Tagungsperspektiven im Estrel Berlin

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Das Estrel Berlin ist mit 1.125 Zimmern und Suiten unbestritten Deutschlands größtes Kongresshotel. Darüber hinaus besticht das Haus mit seinen visionären Eigentümern Ekkehard und Maxim Streletzki durch ein überaus engagiertes Team und vielfältige Möglichkeiten vor, während und nach Events. Gerade im Hinblick auf die aktuell schwer kalkulierbaren Variablen in der Veranstaltungsplanung punktet das Estrel mit seinem „Alles unter einem Dach“-Konzept. Davon konnten sich die Teilnehmer einer Studienreise für Verbände im August persönlich überzeugen.
Teilnehmer der Verbände-Studienreise im Estrel 2022 © Estrel Berlin
Teilnehmer der Verbände-Studienreise im Estrel 2022 © Estrel Berlin

Das Estrel Berlin hatte in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) und dem Verbändereport zu dieser Destinationsreise eingeladen, um Verbandsvertretern zwei Tage lang die Tagungsmöglichkeiten vor Ort vorzustellen. Durch die Inbetriebnahme des nur 13 Kilometer entfernten Flughafens Berlin-Brandenburg hat sich die gute Erreichbarkeit des Estrel noch einmal verbessert. Auch die neue eigene Auffahrt zur Autobahn liegt in unmittelbarer Nähe. Zum S-Bahnhof Sonnenallee geht man drei Minuten zu Fuß, eine Bushaltestelle und ein Taxistand befinden sich direkt am Haus. Ideale Voraussetzungen also, um Teilnehmer aus ganz Deutschland oder Europa hier zu versammeln.

Willkommen im „Wohnzimmer“ des Estrel!

Nach herzlicher Begrüßung am Atrium-Brunnen, einem zentralen Anlaufpunkt der großen Hotellobby, sollte es am ersten Abend ursprünglich an die Waterfront gehen. Die neue Open-Air-Location vor der Tür des Estrel liegt direkt am Wasser und ist eine Mischung aus Strandbar, Restaurant und urbaner Eventlocation. Am Abend wunderbar illuminiert und bestens für Empfänge, Networking oder Sommerfeste bis 500 Personen geeignet.

Leider hatte der Wettergott andere Pläne und so konnte das Team die Flexibilität des Hauses direkt am Praxisbeispiel demonstrieren. Der Abend wurde kurzerhand in den Privat Dining Room „Privée“ verlegt, der trotz zeitlos-modernen Ambientes eine gemütliche Wohnzimmerstimmung verbreitet. Mit offener Showküche ausgestattet, können sich hier Gruppen bis zu 36 Personen in privater Atmosphäre zu Besprechung, Dinner oder Empfang treffen. Auch ein selbst kreiertes Menü lässt sich gemeinsam mit den Küchenchefs zaubern.

Verbände-Talk

Einen guten Einblick in die Philosophie des Hauses, wichtige Zukunftsprojekte sowie die Zeit während und nach Corona erhielten die Teilnehmer beim Verbände-Talk im Salon Paris. Im Stil eines Popcorn-Interviews konnten Fragen direkt an Gastgeberin Heike Klein, Director Key Account Germany, gerichtet werden. Und es gab Spannendes zu berichten, etwa zum neuen Estrel Tower, zur aktuellen Personal­situation, zu wichtigen Veranstaltungstrends und dem Nachhaltigkeitskonzept des Neubaus. Allein bei der Frage nach dem berühmtesten Gast, der je im Estrel genächtigt hat, musste das Veranstaltungsteam passen. Die Liste der prominenten Gäste bestehend aus Politikern, Popstars, Moderatoren und Künstlern füllt inzwischen drei Seiten. Schwer, hier eine Auswahl zu treffen.

Insbesondere das All-in-one-Konzept überzeugt Veranstalter mehr denn je. So wurden gerade in jüngster Vergangenheit schon einige neue Kongresse gewonnen und für die nächsten Jahre ans Haus gebunden. „Natürlich ist Neukölln nicht Berlin-Mitte, aber der Bezirk erfährt in den letzten Jahren – auch durch das Estrel – eine deutliche Aufwertung. Bei uns gibt es alles aus einer Hand. Das spart Prozesskosten auf Kundenseite und gerade in diesen Zeiten, wo man nicht weiß, wohin die Reise geht, sind wir hier klar im Vorteil“, ist sich Klein sicher. Bekannt für seine gute technische Ausstattung wurde auch während Corona sehr viel ins Haus investiert. „Wir haben nicht nur neue Räumlichkeiten geschaffen, sondern waren auch für hybride und digitale Formate in kurzer Zeit gut aufgestellt“, ergänzt Klein.

Wichtige Tipps zu hybriden und digitalen Events gab im Anschluss Horst Bauer von der HUT GmbH, die seit 2009 als klassische Eventagentur agiert. Bauer zeigte sich kritisch gegenüber Hybridveranstaltungen und machte ähnliche Erfahrungen wie viele Verbände. „Eine Präsenzveranstaltung unterliegt ganz anderen Regeln und einem ganz anderen Rhythmus, als es einer digitalen Veranstaltung entspricht”, führt der Tagungsprofi aus. Er plädiert für getrennte Formate, kann sich aber gut vorstellen, dass in Zukunft auch die digitalen ihren Platz haben werden. Besonders wichtig, betont Bauer, seien heute Häuser, die es geschafft haben, ihre Infrastruktur und Belegschaft durch die Coronazeit auf einem Niveau zu halten, sodass auch jetzt professionelle und auch große Veranstaltungen möglich sind. In diesem Hinblick lobte er vor allem das Estrel, in dem er auch selbst Kongresse durchführt.

Anlässlich des Verbändetreffens war auch Mick Nitschke von der Seminarpool GmbH mit einem Impulsvortrag eingeladen und motivierte direkt zur praktischen Gruppenarbeit. Sein Thema: Kommunikation für unterschiedliche Zielgruppen, basierend auf dem Konzept „KAI“, welches auch für Mitgliederwerbung, Mitarbeiterführung und Veranstaltungen genutzt werden kann.

Neues, nachhaltiges Wahrzeichen entsteht

Viele Fragen gab es angesichts der riesigen Baustelle auf der anderen Straßenseite. Die markante Spitze des Estrel Berlin blickt künftig auf den Estrel Tower, der genau gegenüber – auf der südlichen Seite der Sonnenallee – entsteht. Zusammen sollen beide Gebäude ein neues Eingangstor für die Stadt bilden und den äußeren und inneren Stadtring verbinden.

Der als Mixed-Use geplante Estrel Tower soll 2024 eröffnet werden und bietet eine Mischung aus Hotel, Serviced Apartments, Büros und Co-Working-Spaces. Herzstück wird das begrünte öffentliche Atrium mit lokaler Bäckerei, Galerie und einer Plattform für Berliner Start-ups.

Die oberen vier Etagen sind als flexible Eventflächen vorgesehen. Abgerundet wird das Konzept durch einen 2.000 Quadratmeter großen Veranstaltungsbereich im Sockel des Towers sowie einen öffentlich zugänglichen Park mit Recreation Area am Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanals. Der Estrel Tower wird mit 45 Etagen Berlins höchstes Hochhaus werden. Keinesfalls möchte man mit dem 176 Meter hohen Turm jedoch einen Fremdkörper installieren.

Ende August wurde die 3,6 Meter dicke Bodenplatte fertiggestellt, mit der das Fundament für den Estrel Tower gelegt wurde. Ein wichtiger Schritt für das ambitionierte Bauprojekt. „Der Estrel Tower ist unser nachhaltigster Bau überhaupt“, meint Heike Klein auf Rückfrage. Von Anfang an sind Nachhaltigkeitsaspekte in die Bauplanung mit eingeflossen. Die Architekten Barkow Leibinger haben eine Fassade mit speziell an die Sonneneinstrahlung vor Ort angepassten Finnen entworfen, sodass sich die Räume im Tower während des Sommers weniger aufheizen. Für den Innenausbau werden regionale Hölzer und recycelte Materialien verwendet. Neben begrünten Dächern inklusive Fotovoltaik-Anlage, Wildblumenwiesen und Fahrradparkhaus kommt ein innovatives CO2-sparendes Energiekonzept mit Wärmepumpen und Wasserstoff zum Einsatz. Nach der Fertigstellung strebt der Estrel Tower die Zertifizierung mit LEED® Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) an. Geplant ist außerdem, den Tower durch einen Tunnel nahtlos an das Estrel Con­gress Center anzubinden.

Interaktive Besichtigungstour

Nach der Fragerunde starteten die Teilnehmer vom Salon Paris, einem der 85 Tagungsräume vor Ort, zum ersten Teil der Erkundungstour. Doch statt klassischer Erklärung gab es zunächst eine interaktive Rallye durchs Haus. Angeleitet wurde die digitale Schnitzeljagd von Teamgeist, die bereits seit 30 Jahren spielerische Wissensvermittlung, Teambuilding und verschiedene Outdoor-Aktivitäten anbieten. Los ging es in kleinen Teams, ein Tablet mit der eigenen Software diente als Spielführer, Aufgabensteller, Landkarte und Fotokamera.

Besonders spannend waren die vielfältigen Räume und Hallen des Kongressbereichs. Gerade die Convention Halls I und II beeindruckten durch ihre großen Kapazitäten mit Platz für je 5.000 Personen. Auch die daran angrenzenden großzügigen Säle Europa und Estrel sowie die umliegenden Foyerflächen können vielseitig für Empfänge, Kongresse und Messen bespielt werden.

Großes Augenmerk lag außerdem auf dem 2021 eröffneten Bereich mit Auditorium und zehn weiteren Veranstaltungsräumen. Direkt angrenzend an Convention Hall II und den Saal Europa bietet der zweigeschossige Anbau noch mehr Eventmöglichkeiten. Im Auditorium selbst finden knapp 800 Personen Platz. Der Raum besticht v. a. durch seine digitale Ausstattung. Eine 48 Quadratmeter große LED-Wand, weitere Videoscreens, spezielle Akustikwände und zahlreiche Funktionsräume gehören zum Inventar. Aufsteigende Sitzreihen ermöglichen eine erstklassige Sicht. Über Glasfaser-Netz mit Breitband-Internet, Streaming-Encoder für hybride Events und Remote-Kameras können alle Räume via Video zugeschaltet und untereinander vernetzt werden. Mit fest installierten Laserprojektoren, Leinwänden und moderner Lichttechnik lassen sich Events schnell und mit minimalem Aufwand für Auf- und Abbauten realisieren. So können hohe Kosten für externe Dienstleister gespart werden.

Mit dem Neukölln Speicher, etwa 500 Meter fußläufig vom Estrel entfernt, galt es danach eine bisher weniger bekannte Location auf dem Gelände zu entdecken. Die 1923 als Lager für Stahl erbaute Halle ist derzeit für 199 Personen zugelassen. Besonders sehenswert ist die zehn Meter hohe stützenfreie Deckenkonstruktion aus Holzbalken, die der Halle einen unvergleichlichen Industriecharme verleiht. In dem denkmalgeschützten Gebäude lassen sich Partys und Events im Rahmen oder unabhängig von Veranstaltungen im Estrel organisieren.

Nach anschließender Stärkung im Außenbereich des Foyers und einer Tour durch den Kiez Neukölln ging es zur Siegerehrung der digitalen Schnitzeljagd. Das Estrel lobte hierfür sehr attraktive Preise aus – zur freudigen Überraschung aller Teilnehmer.

Die perfekte Illusion: 25 Jahre Stars in Concert

Der Abend stand nach dem Dinner im Restaurant Grill ganz im Zeichen des „Estreltainments“, welches neben Hotel, Kongress und Kunst die vierte Säule des Gesamtkonzepts darstellt. „Stars in Concert“ mit international bekannten Gesangsdoubles rund um die größten Legenden der Musikgeschichte feiert in diesem Jahr bereits das 25. Bühnenjubiläum. Ein Besuch im Estrel Showtheater kann für Gruppen mit etwas Vorlauf auch exklusiv gebucht werden.

Für jeden Anlass und jede Veranstaltungsgröße sind passende Entertainment-Programme im Angebot. Kunden haben zudem die Möglichkeit, sich für eine gesamte Show oder ausgewählte Show-Acts zu entscheiden.

Die erlebte Elvis-Show überzeugte nicht nur eingefleischte Fans und lud zum Mittanzen und Feiern ein. Laut des langjährigen Weggefährten von Elvis Presley, John Wilkinson, hatten wir die Ehre, den wohl „besten Elvis-Darsteller seit Elvis“ zu sehen und zu hören. Tatsächlich sieht der gebürtige Ire Grahame Patrick seinem Vorbild nicht nur verblüffend ähnlich, sondern auch seine Stimme klingt täuschend echt.

Anschließend öffnete Heike Klein im Untergeschoss die Türen zur New York Bar, die vor zweieinhalb Jahren komplett umgebaut wurde und nun vor allem im Winter nach Schließung der Waterfront wieder geöffnet wird. Auch hier können sich Gruppen exklusiv einmieten und in der modernen Bar mit Marmorboden, bunten Farben und stimmungsvollem Kaminfeuer an der Wand eine große Getränkeauswahl genießen. Und auf besonderen Wunsch steht später vielleicht auch Elvis noch in der Tür, um „Hallo“ zu sagen oder individuelle Fotowünsche zu erfüllen.

Wer mehr Berlin-Eindrücke wollte, nutzte am nächsten Tag das Angebot zur individuellen Schiffstour mit Abfahrt an der hauseigenen Anlegestelle. Für alle anderen ging es nach einem erlebnisreichen Wochenende vollgepackt mit neuen Ideen und Eindrücken zurück nach Hause. 

(KS)

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