© Verbändereport
Um auf den eigentlichen Inhalt von Verbändereport / Yumpu zuzugreifen, klicken Sie auf den Button Verbändereport / Yumpu Inhalt entsperren. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenMünchen: Top bei Mobilität und Unternehmertum
Zwar hat Bayerns Hauptstadt bei Energie und Umwelt sowie in der Verwaltung im Bitkom-Ranking etwas Smartness eingebüßt, aber den Rest der Republik klar hinter sich gelassen. In Sachen Mobilität konnte München die meisten Pluspunkte sammeln, sich um drei Plätze verbessern und den Optimalwert 100 erreichen. Das betrifft smartes Verkehrsmanagement, den Nahverkehr, Sharing-Angebote, Multimodalität sowie das Parken und reicht bis zur Letzte-Meile-Logistik. Leitmotiv ist an der Isar eine „Stadt im Gleichgewicht“, die ökologische, soziale, ökonomische und räumliche Aspekte mit digitalen Werkzeugen ganzheitlich betrachtet und ausbalanciert.
Das Deutsche Museum präsentiert mithilfe von künstlicher Intelligenz jüngste technologische Entwicklungen aus Bayern in einer Future Box. Ebenfalls in München fördert Europas führendes Gründungszentrum UnternehmerTUM innovative Lösungen für die Energiewende, den Klimawandel und Ressourcenknappheit. In zwei Makers Spaces können zudem Prototypen und Kleinserien gefertigt werden.
Die Messe München verfügt neben ihrem ICM – International Congress Center über weitere Locations für Veranstaltungen jeder Größe. Das Messegelände selbst nutzt ein zentrales Gebäudeleitsystem, das Energieverbrauch, Raumklima und Sicherheit intelligent steuert. Es ist mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, was den CO₂-Fußabdruck deutlich reduziert. Auch das für Kongresse und Konferenzen interessante Event Center Messe München (MOC) ist ein beliebter Knotenpunkt für technologie- und zukunftsorientierte Messen. Themen wie Smart Building, Smart Maintenance oder KI-gestützte Instandhaltungsprozesse gehören regelmäßig zum Portfolio.
Die beiden Smartvillages bieten in Bogenhausen im Europa-Look Tagungsräume für 440 Gäste sowie 152 weitere an der Schwanthalerhöhe. Hier wird nicht nur Wert auf digitale Technologie, sondern auch auf ein smartes Raum- und Arbeitskonzept gelegt. Dazu dienen kreativ eingerichtete, flexible Workshop- und Konferenzflächen sowie das weitläufige „Smart Café“ als zentrale Begegnungsstätte.
Im Science Congress Center Munich auf dem Forschungscampus Galileo in Garching tagt man inmitten von Forschungsinstituten und Einrichtungen der TU München. Für Events lässt sich zwischen Audimax, Foyer und 14 weiteren Tagungsräumen die passende Raum-Kombination wählen. Dabei sind Meetings mit 12 Personen bis hin zu Konferenzen mit 1.300 Personen möglich. Die technische Ausstattung reicht von moderner Licht-, Akustik- und Projektionstechnik bis hin zur Bühnentechnik in Konzertqualität sowie Simultantechnik für mehrsprachige Konferenzen.
Weitere Informationen:
www.munich-congress-alliance.de
Hamburg mit smarter Stadtlogistik und Locations
Dass Hamburg im Bitkom-Index den zweiten Platz behauptet hat, spricht auch für die Gastgeberrolle der Hansestadt: Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden als immanente Bestandteile von Kongressen, Veranstaltungen und Austauschformaten betrachtet. Dazu gehört eine lokale Kompetenzlandschaft für „Green Events“. An Erfahrung mit digitalen und innovativen Formaten – von hybriden Set-ups über interaktives Beteiligen bis zu Co-Creation-Workshops – mangelt es ebenso wenig. Hinzu kommt, dass städtische Transformationsfelder als inhaltliche Anker genutzt werden können, wenn Verbände Hamburg als „Reallabor“ einbinden. Smart-City-Anwendungen, Hafen- und Logistikprozesse oder nachhaltige Stadtentwicklung sind konkrete Bezugspunkte.
Innovativ präsentiert sich die Factory Hammerbrooklyn als intelligentes Gebäude im upgecycelten USA-Pavillon der Mailand Expo 2015, der in Hamburg ein neues Zuhause fand. Im aufstrebenden Viertel zwischen Deichtorhallen und Großmarkt kombiniert die Factory Technik mit nachhaltiger Konstruktion. Bereits 2021 wurde sie als erstes Smart Building in Deutschland zertifiziert und ausgezeichnet. In sechs verschiedenen Räumen können Events bis zu 700 Personen mit Blick auf die Hafencity stattfinden. Die Luftverhältnisse werden automatisch reguliert, alle Räumlichkeiten funktionieren besonders stromsparend, mehr als 14.000 Datenpunkte werden in Echtzeit zur Betriebsoptimierung genutzt und zum Einsatz kommen 100 Prozent grüne Energie. Bis 2028 soll das gesamte umliegende Gelände zum Zukunftsstandort der digitalen Transformation in Hamburg entwickelt werden.
Nachhaltigkeit ist in der Elbmetropole Teil smarter Stadtlogik. Darüber hinaus setzen Hamburg Convention Bureau sowie Hamburg Messe und Congress auf einen Dreiklang ökologischer, sozialer und ökonomischer Effekte. E-Mobilität, zertifizierte Betriebe, „grüne“ Locations und modernes Catering dienen als Bausteine, bei denen Ressourcen, Kreisläufe und innovative Ideen mitgedacht werden. Ziel sind Veranstaltungen mit messbarem Mehrwert.
Weitere Informationen:
www.hamburg-convention.com
Intelligent beleuchtetes Essen mit Baum-Monitoring
Mit fast 600.000 Einwohnern hat sich die Ruhrmetropole um fünf Plätze auf Rang 15 der deutschen Smart Cities verbessert. Ein Faktor ist die intelligente Straßenbeleuchtung der Essener Innenstadt mit „Smart Poles“. Diese bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern dienen an Parkbuchten als Ladepunkte für Elektroautos, erfassen die Parkflächen-Belegung und Daten zur Luftqualität.
Weil viele Bäume als gefährdet gelten, setzt der städtische Fachbereich Grün und Gruga zusammen mit der Universität Trier auf das Monitoringsystem „Treecop“. Mithilfe des Erdbeobachtungs-Programms Copernicus und Digitaltechnik identifiziert das interdisziplinäre Projekt auf künstliche Bewässerung angewiesene Stadtbäume für gezieltes frühzeitiges Wässern. Zwar zählt Essen bereits zu den grünsten Städten Deutschlands, bis zum Jahr 2029 sollen aber in ausgewählten Parks und Grünanlagen 1.000 zusätzliche Klimabäume gepflanzt werden.
Als Stadt der kurzen Wege setzt Essen auf eine intelligente Steuerung des Verkehrs und ein klimafreundliches Mobilitätsangebot. Essen ist darüber hinaus ein attraktiver Tagungsort mit direktem Anschluss an das Fernbahn- und Autobahn-Netz, ganze 20 Minuten vom Flughafen Düsseldorf entfernt. Entsprechend vielfältig sind die Locations – von der 4.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Kompressorenhalle des UNESCO-Welterbes Zollverein über ein Schlosshotel im Grünen bis zum Luftschiff-Hangar. Das Philharmonie Essen Conference Center (PECC) offeriert zehn Räume für 20 bis 1.866 Personen. Neun der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands haben ihre Zentralen in Essen. Die Ruhrmetropole verfügt zudem über diverse Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie bedeutende Stiftungen.
Zur Messe gehört das Congress Center Essen (CCE) mit 28 flexibel nutzbaren Räumen in drei Bereichen für etwas über 1.000 Gäste. CCE-Kundenberater unterstützen Verbände mit ganzheitlichen Veranstaltungskonzepten. Dank moderner Licht-, Medien- und Tontechnik sind HD-Live-Streamings kein Problem. Das CCE hat sich zu Abfall- und Umweltmanagement, Energieeffizienz, regionaler Wertschöpfung und sozialer Verantwortung „fairpflichtet“. Für etwa 800 MICE-Veranstaltungen jährlich stehen in Essen mehr als 10.000 Hotelbetten zur Verfügung.
Weitere Informationen:
www.visitessen.de
Düsseldorf verbindet Events mit Zukunftsthemen
Düsseldorf hat in der Bitkom-Rangliste mit einem großen Sprung auf Rang 6 elf Plätze gutgemacht. Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt positioniert sich als smarter Standort, der Veranstaltungen nicht nur infrastrukturell unterstützt, sondern mit Themen wie Digitalisierung, Mobilität und nachhaltiger Entwicklung verknüpft.
Ein Beispiel ist der EUREF-Campus, der Veranstaltungen mit Zukunftsthemen verbindet und sie in einem gezielt auf Energie-, Mobilitäts- und Transformationsfragen ausgerichteten Umfeld verortet. Technische Infrastruktur ergänzt als Teil des Gesamtkonzepts diese Inhalte und bildet thematische Schwerpunkte auch räumlich ab. Seit der Eröffnung im Jahr 2024 hat sich der Campus zu einem Ort entwickelt, an dem Akteure aus Wirtschaft, Start-ups sowie Wissenschaft zusammenkommen und an gemeinsamen Fragestellungen arbeiten. Veranstaltungen können so in bestehende Strukturen für Austausch und Kooperation eingebettet werden. Flexible Flächen, moderne Veranstaltungstechnik und kurze Wege unterstützen das Umsetzen unterschiedlich skalierbarer Formate.
Als Destination bietet Düsseldorf ergänzende Rahmenprogramme für Verbandsevents. Auf interaktive Elemente setzen digitale Teamformate wie iPad-Rallyes und fördern den Austausch. Programme zur Stadterkundung per Fahrrad oder Segway stehen ergänzend zur Verfügung. Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Rheinmetropole und lassen sich in Veranstaltungskonzepte integrieren. „Für uns ist wichtig, dass sich Veranstaltungen gut in das Umfeld einfügen – sowohl organisatorisch als auch inhaltlich. Dafür kombinieren wir verschiedene Angebote sinnvoll nutzbar für Veranstalter und Teilnehmende“, sagt Jens Ihsen, Managing Director Visit Düsseldorf und Director Düsseldorf Convention.
Weitere Informationen:
www.duesseldorf-convention.de
Hannover: Mehrwert durch nachhaltige Innovationen
Niedersachsens Landeshauptstadt ist im Bitkom-Ranking um stolze 34 Plätze auf Rang 7 geklettert. Entsprechend präsentiert sich Hannover nicht bloß mit funktionalen Veranstaltungsräumen, sondern als Tagungsdestination, die Innovation, Wissenstransfer und nachhaltige Entwicklung erlebbar macht. In den vergangenen Jahren hat sich die 545.045-Einwohner-Stadt zum bedeutenden Innovationsstandort entwickelt. „Start-ups, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten unter dem Dach der Startup City Hannover eng zusammen“, berichtet Alexander Schneider von Hannover Marketing. Dieses Ökosystem ermögliche Verbänden das Verbinden von Fachveranstaltungen mit praxisnahen Einblicken in Zukunftsthemen.
Einige Locations sind Teil dieser Innovationslandschaft. Als Kombination aus Co-Working-Space, Innovationszentrum und Eventlocation biete das Hafven moderne Infrastruktur für Konferenzen, Workshops und Mitgliederversammlungen. Die Nähe zu Gründern und Technologieunternehmen ermöglicht den Austausch über digitale Geschäftsmodelle, New Work oder Innovationsmanagement. Technologieorientierte Veranstaltungsorte im Umfeld des Innovationscampus TECH2 betrachtet Schneider als „beispielhaft für Hannovers Wandel zum zukunftsorientierten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort“. Dort ließen sich Fachkongresse mit Besichtigungen, Expertengesprächen oder Innovationsforen verbinden.
Begleitende Rahmenprogramme sollen Verbänden einen Mehrwert und wertvolle Impulse für die eigene Transformation bieten. Die Leinestadt offeriere zahlreiche Möglichkeiten, Digitalisierung nicht nur zu thematisieren, sondern konkret erfahrbar zu machen. Als Beispiele nennt Schneider unmittelbaren Praxisbezug durch Workshops zu künstlicher Intelligenz, digitale Innovationsparcours oder Begegnungen mit Start-ups und Forschungseinrichtungen.
In Sachen Nachhaltigkeit zeigt neben kurzen Wegen, guter ÖPNV-Anbindung und zentraler Lage der Werkhof Hannover beispielhaft, wie ressourcenschonendes Wirtschaften, nachhaltige Stadtentwicklung und moderne Veranstaltungsformate zusammenfinden.
Weitere Informationen:
www.hannovativ.com
www.hannover-convention.com
Trotz Erfolgen bleibt viel zu tun
Die Bitkom-Studie zeigt erhebliche Fortschritte der deutschen Großstädte, die als Smart Cities ihr Tagungsumfeld verbessern. So haben die urbanen Zentren beim Mobilfunk-Standard 5G inzwischen 100 Prozent Flächendeckung erreicht. Auch der Anteil der Haushalte mit Glasfaser-Anbindung ist 2025 sprunghaft auf 37 Prozent gegenüber 29 Prozent im Vorjahr gestiegen. Mit Sensordaten bereiten sich 74 Prozent auf Umweltereignisse vor, 2024 waren es noch 57 Prozent. Mehr als drei Viertel setzen digitale Technologien, wie intelligentes Last- und Lademanagement oder digitale Zwillinge, für die kommunale Energie- und Wärmeplanung ein. Großen Nachholbedarf gibt es hingegen bei der IT-Sicherheit, wo lediglich 48 Prozent der Großstädte über IT-Sicherheitssysteme verfügen.
Weitere Informationen:
www.bitkom.org/Smart-City-Index



