Definition: Was ist ein Verband?
Allgemein: Der Begriff „Verband“ bezeichnet den Zusammenschluss von Personen mit gemeinsamen Interessen zur Verfolgung gemeinsamer Ziele.
Politisch: Verbände sind Vereinigungen, deren Aufgabe es ist, die besonderen Interessen ihrer Mitglieder in den politischen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen (Lobbyisten). Zu diesem Zweck sind Verbände sehr unterschiedlich organisiert, z. B. a) als Massenorganisationen (z. B. Gewerkschaften), b) als Interessen-Verbände (z. B. der Allgemeine Dt. Automobilclub, ADAC), c) als Fach-Verbände (z. B. V. des Fleischerhandwerks), d) als Berufs-Verband (z. B. der Verband der Flugzeugführer und Flugingenieure Cockpit), e) als Standesorganisationen (z. B. der Deutsche Beamten Bund, DBB).
Adressaten der verbandspolitischen Arbeit sind neben Staat und Politik auch die Öffentlichkeit und die Medien.
Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Die meisten Verbände sitzen entlang der Rhein-/Main-Schiene
Was sind Verbände?
Über Funktion, Vielfalt und Bedeutung organisierter Interessen in Deutschland 2026
Sie sitzen in Berlin, in den Landeshauptstädten und in regionalen Zentren. Sie sprechen für Branchen, Berufsgruppen, gesellschaftliche Anliegen oder wissenschaftliche Disziplinen. Und doch bleiben sie für viele abstrakt: Verbände. Dabei gehören sie zu den zentralen Akteuren der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung in Deutschland. Was genau ist ein Verband? Wie arbeitet er – und welche Rolle spielt er heutzutage?
von Jutta Gnauck, Geschäftsführerin Deutsches Verbände Forum
(Stand 2026).
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