Kriege, Energiekrise und geopolitische Spannungen haben einen Anstieg des Wohlstands – nicht nur der Wirtschaftsleistung im engeren Sinn – in den vergangenen Jahren weitgehend verhindert. Das ergibt eine neue Studie, die das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung gefördert hat. Eine „Stärkung wirtschaftlicher Resilienz sowie eine vorausschauende und flexible Wirtschaftspolitik“ sind für die Zukunft entscheidend. Der Auswertung zufolge konnten in den Jahren 2020 bis 2025 „nur die wenigsten Nachhaltigkeitsziele in Wirtschaft, Staat, Sozialem und Ökologie erreicht werden“. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist pro Kopf leicht gesunken. Die Armutsrisikoquote zeigt einen leichten, aber stetigen Rückgang, liegt aber weiter deutlich über dem Zielwert.
Die Einkommensungleichheit hat zugenommen. Die öffentliche Investitionsquote war trotz einiger Verbesserungen weiterhin zu niedrig. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit ist in den Krisenjahren zwar das zentrale Ziel der Reduktion von Treibhausgasen erreicht worden. Allerdings sind die Emissionen zu großen Teilen krisenbedingt und durch temporäre Sonderfaktoren gesunken. Gesamtwirtschaftlich sind zum Datenstand 2025 „die Beschäftigungsziele trotz der Krisen übererfüllt“ worden. Hintergrund: In den vergangenen Jahren hatte der Dienstleistungssektor (noch) den Abbau im verarbeitenden Sektor kompensiert. Von 2024 auf 2025 ist die Beschäftigungsquote indes leicht gesunken.
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