Konjunkturbefragung der IHK: Einschätzungen der aktuellen und erwarteten Geschäftslage fallen weiter

Geschäftsklima sinkt: „Es braucht dringend Reformen, um die Unternehmen zu entlasten“

In welch angespannter Lage sich die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main befinden, zeigen die Ergebnisse der IHK-Konjunkturbefragung: Zum Frühsommer 2026 sinkt der Geschäftsklimaindex um sechs auf jetzt 92 Punkte und bleibt damit deutlich unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. „Der Krieg im Nahen Osten wirkt in die Märkte hinein und belastet die bereits angeschlagenen Exporte und Investitionsvorhaben. Die Wirtschaft benötigt dringend Entlastungen bei Steuern und Abgaben, dazu wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Berichtspflichten und einen konsequenten Abbau von Überregulierung. Erforderlich sind dazu echte Reformen, die auch im betrieblichen Alltag etwas verändern“, erklärt Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main.

Die Einschätzungen der aktuellen und erwarteten Geschäftslage fallen weiter. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt von sieben auf vier Punkte. Die Erwartungen gehen deutlich von minus neun auf minus 19 Punkte zurück. In der Branchenbetrachtung verschlechtern sich die Einschätzungen in fast allen Branchen. Die für den IHK-Bezirk besonders bedeutsame Dienstleistungsbranche fällt von 104 auf 97 Indexpunkte. Auch die Bau- und Immobilienwirtschaft fällt unter die Wachstumsschwelle und verschlechtert sich von 102 auf 91 Indexpunkte. Die Risikobewertungen der Unternehmen bleiben zur vorhergehenden Befragung nahezu unverändert. Nach den größten Risiken für die eigene wirtschaftliche Entwicklung befragt, liegen unverändert die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 59 Prozent an der Spitze des Rankings.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/geschaeftsklima-im-ihk-bezirk-sinkt-deutlich-ihk-praesident-caspar-es-braucht-dringend-reformen-um-die-unternehmen-zu-entlasten-172483/

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