Die Handelspolitik der Europäischen Union steht erneut im Fokus. Im Europaparlament geht es aktuell um die Umsetzung des Zollabkommens mit den USA. Die Debatte fällt in eine Zeit wachsender Unsicherheit im transatlantischen Handel. Erst kürzlich drohte US-Präsident Donald Trump mit neuen Zöllen auf französischen Wein und Champagner als Reaktion auf die französische Digitalsteuer für amerikanische Technologiekonzerne.
Für Verbände und ihre Mitgliedsunternehmen schaffen solche Entwicklungen erhebliche Herausforderungen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich kurzfristig verändern, während Interessenvertretungen gefordert sind, die Auswirkungen auf ihre Branchen einzuordnen und gegenüber der Politik zu vertreten.
Parallel dazu verfolgt die Europäische Union seit Jahren das Ziel, ihre Handelsbeziehungen breiter aufzustellen. Mit fast 50 Ländern bestehen bereits Freihandelsabkommen in unterschiedlichen Formaten. Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit dem Asien-Pazifik-Raum. So wurde das Freihandelsabkommen mit Indien nach fast 20 Jahren Verhandlungen im Januar 2026 abgeschlossen. Bereits seit 2019 verbindet die EU und Japan ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen.
Welche strategischen Ziele die EU mit diesen Vereinbarungen verfolgt und welche Bedeutung sie für Wirtschaft und Verbände haben, erläutert Jan A. Eggert im aktuellen Verbändereport.
Brüsseler Spitzen – Europäische Freihandelsabkommen
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