Pressemitteilung |

100 Millionen Euro sind für Krankenhäuser ein Tropfen auf den heißen Stein!

(Bonn) – 100 Millionen Euro sollen Krankenhäuser 2003 einmalig erhalten. Mit diesem Beschluss des Bundestags-Gesundheitsausschusses sollen unter anderem die Arbeitsbedingungen der Ärzte verbessert werden. Für Dr. med. Uwe Mauz, Vorsitzender des Hartmannbund-Arbeitskreises „Junge Ärzte“, fällt damit lediglich „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Nicht einmal vier Prozent der rund 50 Millionen jährlich geleisteten Überstunden könnten damit abgegolten werden. „Das ist Augenwischerei!“

Dr. Mauz rechnet vor: „Bei geschätzten Personalkosten von rund 100.000 Euro könnten für ein Jahr knapp 1000 Ärzte eingestellt werden. Aber gerade einmal 1,771 Millionen Überstunden – von mehr als 50 Millionen geschätzten – könnten mit den bereit gestellten Geldmitteln abgebaut werden, legt man bei 46 Arbeitswochen eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden zugrunde.“

Hier werde „der Öffentlichkeit erneut Sand in die Augen gestreut“, warnt Dr. Mauz. Er appelliert an die Politik, die Überstundenvergütungen dringend in die Kostenkalkulation der Diagnosis Related Groups (DRGs) mit einzubeziehen und das vor rund einem Jahr veröffentlichte Rechtsurteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) umzusetzen. Danach gelten Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit. Dr. Mauz: „Erst dann können Krankenhäuser die tatsächlichen und deutlich ansteigenden Personalkosten für Ärztinnen und Ärzte absehen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Hartmannbund Verband der Ärzte Deutschlands e.V. Godesberger Allee 54 53175 Bonn Telefon: 0228/81040 Telefax: 0228/81041 55

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