Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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17. Hessischer Unternehmertag / Weidemann: "Exzellenz fällt nicht vom Himmel, sondern wächst auf dem Fundament einer stabilen Standortpolitik" / Neues Buch "Exzellenz made in Hessen" vorgestellt / 6 Bausteine einer hessischen Infrastrukturpolitik gefordert

(Frankfurt am Main/Wiesbaden) - Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) legte zum 17. Hessischen Unternehmertag 2008 das Buch "Exzellenz made in Hessen" vor – mit einer visionären Skizze der hessischen Zukunft 2025, ihrer literarische Ausmalung, einem Fallstudienansatz mit unternehmerischen Erfolgsbeispielen und einer Auswahl relevanter Initiativen. "Daraus haben wir sechs Bausteine für eine moderne Infrastrukturpolitik als Forderung der hessischen Wirtschaft für jede Landesregierung abgeleitet. Uns hat interessiert, was global ausgerichtete Unternehmen am Standort hält, was sie in jedem Fall verlagern und was Standortpolitik leisten muss, um hessische Champions in Hessen zu halten", sagte VhU-Präsident Prof. Dieter Weidemann auf dem 17. Hessischen Unternehmertag, dem Spitzenevent für 1.200 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien in Wiesbaden.

Anhand von sechs Fallstudien hessischer Zukunftsunternehmen hat Roland Berger Strategy Consultants als Projektpartner herausgearbeitet, welche unterschiedlichen Erfolgsstrategien und globalen Arbeitsteilungen sie nutzen. Dr. Christian Krys stellte dies an sechs untersuchten Champions aus Hessen vor: Deutsche Bank, Deutsche Lufthansa, Fraport, Isabellenhütte Heusler, manroland und Merck. Das Ergebnis: Sechs Top-Unternehmen, sechs Branchen und sechs Erfolgsstrategien – die auch typisch sind für die gesamte hessische Wirtschaft mit ihren vielen Hidden Champions. Sie verbinde vor allem eine strenge Ausrichtung auf dreigeteilte Exzellenz: dem Kunden gegenüber, in der Ausführung aller operativen Prozesse mit einem Höchstmaß an Präzision, Sorgfalt und Zuverlässigkeit und Exzellenz in der betriebswirtschaftlichen Führung des Unternehmens. Zum zweiten die Vernetzung eines Produktionsverbunds in engster räumlicher Nähe mit der Forschung und Entwicklung. Und schließlich Uhrmacher-Präzision, die den Geschäftskunden hilft, Zeit und Kosten zu sparen, und zugleich ein Höchstmaß an Bedienerkomfort bietet.

"Unsere Untersuchung `Exzellenz made in Hessen´ hat uns gezeigt, dass die Produktion in Hessen nur so lange Zukunft hat, so lange in Hessen auch innoviert und entwickelt wird – und umgekehrt: Nur wenn wir weiter exzellente Qualität produzieren, kann Entwicklung und Innovation am Standort auf Weltniveau stattfinden. Es ist gerade diese Rückkoppelung, die sowohl stetige Optimierung als auch gelegentliche technologische Quantensprünge ermöglicht", waren sich Weidemann und Krys einig.

"Stillstand ist ein tödliches Gift für die Wirtschaft", sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender und erläuterte die Schlussfolgerungen für die hessische Standortpolitik. Allen sechs hessischen Zukunftsunternehmen gemeinsam – und auch hier stünden sie wieder stellvertretend für die hessische Wirtschaft insgesamt – sei eine sehr hohe Erwartung an die Infrastruktur des Standorts in sechs Bausteinen:

- Den Flughafen als wesentlichen Magneten für den Standort in die Zukunft weiter entwickeln. Das bedeutet zunächst die zügige Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses, damit die ersten Flugzeuge 2011 auf der neuen Landebahn aufsetzen können. Und darüber hinaus, dass das Terminal 3 fertig gestellt wird und 110.000 Arbeitsplätze die Luftverkehrsbranche in Hessen ins Spitzenquartett der größten hessischen Wirtschaftszweige katapultiert.

- Hessen zum Logistikstandort Nr. 1 in Europa zu entwickeln, eine Profilhochschule `House of Logistics´ zu schaffen und die Verkehrsinfrastruktur zügig ausbaut: A 44 Kassel-Eisenach, Lückenschlüsse der A 49, A 66, A 661 und der Riederwaldtunnel. Die ICE-Schnelltrassen Frankfurt-Mannheim und Frankfurt-Fulda-Erfurt und die Anbindung Kassels an das Ruhrgebiet müssen umgesetzt werden.

- Einen breiten Energie-Mix von Biomasse bis Kernkraft für sichere und bezahlbare Energie bewahren. Es dürfe nicht sein, dass in Hessen Arbeitsplätze in der Industrie, die existenziell auf wettbewerbsfähige Energiepreise angewiesen ist, dadurch verloren gehen, dass wir mit anderen Standorten bei den Energiepreisen nicht konkurrenzfähig sind.

- Die Neuordnung der Region FrankfurtRheinMain nach dem Modell des Rhein-Neckar-Raums mit gemeinsamer Raumordnung, Regionalplanung und -entwicklung, die jeweils Gebiete der Länder Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz übergreifen.

- Eine Bildungspolitik, die durchgängig vom Kindergarten über die Schulen bis zur Universität auf individuelle Leistung setzt, sich nicht am untersten Qualitätsniveau orientiert und nivelliert, sondern alle Begabungsreserven für unverzichtbare Kompetenzstandards freisetzt.

- Und eine Sozialpolitik, die sich auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze, statt auf Umverteilung zu Lasten der Investitionen in die Infrastruktur konzentriert. Denn Haushaltskonsolidierung muss unverändert Ziel für eine nahe Zukunft bleiben.

"Soviel Exzellenz muss sein in Hessen: für standorttreue Hessen-Champions, für mehr Arbeitsplätze, Wohlstand und Wachstum. Aber angesichts der Herausforderungen sind gewaltige Anstrengungen der Wirtschaft und Politik unerlässlich. Exzellenz fällt nicht vom Himmel, sondern wächst auf dem stabilen Fundament einer klugen Infrastrukturpolitik. Wir werden diese moderne Infrastrukturpolitik von jeder Landesregierung in Hessen mit Nachdruck auch künftig einfordern", so Weidemann abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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