19. Milchbörse: Preise für Milchquoten leicht gestiegen / Höchste bisherige Handelsmenge in den neuen Ländern
(Berlin) - In den meisten Übertragungsgebieten schloss die Milchbörse am 3. Juli 2006 im Vergleich zum letzten Handeltermin mit leicht angezogenen Milchquotenpreisen ab. An den 21 Verkaufsstellen wurde ein gewogener durchschnittlicher Handelspreis von 50 Cent/kg ermittelt. Damit liegt dieser genauso hoch wie der durchschnittliche Aprilhandelspreis. In den alten Bundesländern wurde ein gewogener Durchschnittspreis von 55 Cent/kg berechnet (+ 2 Cent/kg gegenüber dem Apriltermin). Die neuen Bundesländer lagen mit 31 Cent/kg um 44 Prozent unter dem Quotenpreis des früheren Bundesgebietes (+ 2 Cent/kg). Im Regierungsbezirk Oberpfalz, Bayern, wurden mit 70 Cent/kg die höchsten und in Sachsen mit 28 Cent/kg die geringsten Ausgaben für Milchquote getätigt. Damit ergibt sich eine Preisspanne von 42 Cent/kg.
In 16 Übertragungsgebieten sind die Quotenpreise um 1 bis 4 Cent/kg gestiegen. Dass der durchschnittliche Gleichgewichtspreis in Deutschland auf dem gleichen Niveau wie im April liegt, hängt mit den absoluten Handelsmengen in den alten und neuen Bundesländern zusammen. So wurden in den alten Bundesländern, dem klassisch höheren Preisgebiet, ca. 141 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt, im April waren es noch ca. 202 Millionen Kilogramm. In den neuen Bundesländern hingegen ist die absolute Handelsmenge um ca. 5 Millionen Kilogramm auf ca. 33,5 Millionen Kilogramm gestiegen.
Gegenüber der letzten Börse im April sind sowohl die absoluten Handelsmengen als auch die Anzahl der Anbieter und Nachfrager gesunken. Für einen Julitermin wurde allerdings die zweithöchste Handelsmenge erreicht. In den neuen Bundesländern wurde sogar die höchste Handelsmenge seit Einführung der Milchbörse im Jahr 2000 erzielt. Insgesamt wurden über 174 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt. Das Gesamtangebot an Milchquote betrug ca. 184 Millionen Kilogramm und die Gesamtnachfragemenge ca. 295 Millionen Kilogramm. Von den 3.844 Anbietern konnten 99 Prozent (3.795) ihre Milchquote erfolgreich veräußern. Von 7.546 Gesamtnachfragern konnten 68 Prozent (5.154) erfolgreich Quote kaufen.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht die aktuellen Ergebnisse der Milchquotenbörse mit Sorge. Die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt, die entkoppelte Milchprämie und die Diskussion um das Ende der Milchquotenregelung nach dem 31. März 2015, müssten nach Auffassung des DBV eigentlich für niedrigere Milchquotenpreise sprechen. Die Milcherzeuger sollten sich bei ihren zukünftigen Investitionsentscheidungen viel mehr an den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen orientieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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