Pressemitteilung | Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg)

2005 wird Jahr der Innovationen

(Berlin) - Nach einer Hochrechnung der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) hat jeder Deutsche im vergangenen Jahr 282,1 Liter alkoholfreie Getränke (AFG) getrunken. Nach dem Ausnahmejahr 2003 waren der verregnete Sommer 2004 und die anhaltenden Schwierigkeiten mit dem Dosenpfand die Hauptgründe für die mit einem Minus von 3,2 Prozent leicht rückläufigen Zahlen. Verglichen mit dem Jahr 2002 hält der Aufwärtstrend der Branche jedoch weiterhin an.

Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) teilte am 11. Januar in Berlin die aktuelle Hochrechnung zum Pro-Kopf-Verbrauch von alkoholfreien Getränken mit. Im Jahr 2004 trank demnach jeder Deutsche 113,2 Liter Erfrischungsgetränke (-1,2 Prozent gegenüber 2003), 128,4 Liter Wässer (-4,8 Prozent) und 40,5 Liter Säfte und Nektare (-3,6 Prozent). Als Antwort auf die Wachstumsbremse Dosenpfand kündigten die Hersteller alkoholfreier Getränke eine Innovationsoffensive für das neue Jahr an. wafg-Präsident Martin Möller: „Das Pfand auf Einweg-Verpackungen hat in den vergangenen zwei Jahren zu massiven Verwerfungen auf dem deutschen Getränkemarkt geführt. Betroffen hiervon waren vor allem die Markenhersteller, während die Getränke der Discounter einen regelrechten Boom verzeichneten.“

Einwegpfand muss nachgebessert werden

Die wafg hofft, dass durch die zum Jahresende vom Bundesrat beschlossene Pfandnovelle mit dem Verbot von Sonderlösungen des Handels bei der Einwegrücknahme spätestens ab 2006 die gegenwärtigen Wettbewerbsbeeinträchtigungen beseitigt werden und wieder volle Chancengleichheit für alle Getränkehersteller besteht. Der Verband befürchtet jedoch, dass mit dem Bundesratsbeschluss zum Einwegpfand die Bedenken der Europäischen Kommission und des Europäischen Gerichtshofes noch nicht vollständig ausgeräumt sind: „Der Gesetzgeber muss durch eine eindeutige Regulierung allen Marktteilnehmern die bindende Pflicht auferlegen, sich an einem funktionierenden Rücknahmesystem zu beteiligen. Dies ist bisher nicht geschehen“, so Möller.

Innovationen und Gesetzgeber treiben den Markt

Die AFG-Branche hat gerade in der jüngeren Vergangenheit in die Entwicklung neuer Produkte investiert. Wässer mit funktionellen Zusatzstoffen oder neuartige Geschmacksvarianten, Schorlen in allen Geschmacksrichtungen, Kräuter-, Früchte- und Eistees finden bei den Konsumenten guten Anklang. Getränke auf Soja- oder Molke-Basis haben zwar bisher noch einen sehr geringen Marktanteil, durch das steigende Gesundheitsbewusstsein wird dieser zukünftig jedoch stark steigen. Auch die zahlreichen neuen Ausnahmen von der Pfandpflicht für bestimmte Einwegverpackungen und für zahlreiche alkoholfreie Getränke im Fruchtsaft-, Milch- und Diätbereich in der novellierten Verpackungsverordnung werden die Entwicklung neuer Produkte sowie die Optimierung der Verpackungen vorantreiben.

Branche nimmt Übergewichtsproblematik ernst

Die Innovationsfreudigkeit der Branche zeigt sich auch in der aktuellen Diskussion zum Thema Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Die Unternehmen der AFG-Branche haben das Problem offen und kooperativ aufgegriffen und ihre Produktpaletten erweitert. Eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der wafg hat ergeben, dass nahezu alle befragten Unternehmen zusätzlich kalorienfreie oder zuckerreduzierte Getränke für eine ausgewogene Ernährung anbieten. Dabei haben fast zwei Drittel der Firmen drei oder mehr kalorienfreie/-arme Alternativen im Angebot. Bei 75 Prozent der Unternehmen macht der Anteil der kalorienfreien/zuckerreduzierten Produktvarianten sogar über 25 Prozent des Gesamtangebotes aus.

„Hier ist für die Zukunft noch enormes Marktpotenzial vorhanden. Mit der Unterstützung von Maßnahmen im Bereich Sportförderung und Grundlagenforschung leistet die Branche einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Übergewichtes“, resümiert Möller.

Quelle und Kontaktadresse:
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) Monbijouplatz 11, 10178 Berlin Telefon: 030/259258-0, Telefax: 030/25925820

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