Pressemitteilung | Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)

2,6 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2005 / Neuzulassungsvolumen für Gesamtjahr 2005 auf Vorjahresniveau / Für 2006 Wachstum auf 3,35 Mio. Neuzulassungen erwartet

(Bad Homburg) - Der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen e.V. (VDIK) zieht nach den ersten sechs Monaten eine positive Bilanz für die Pkw-Neuzulassungen. Zum ersten Mal seit 6 Jahren verzeichnete der deutsche Markt im ersten Halbjahr ein Neuzulassungsplus von beträchtlichen 2,6 Prozent. Dabei wuchs der Markt allein im Juni um gut 9 Prozent. Die alten Bundesländer partizipierten an diesem Wachstum im ersten Halbjahr mit 2,8 Prozent, die neuen mit 1,4 Prozent.

Für die VDIK-Mitgliedsfirmen, die internationalen Kfz-Hersteller in Deutschland, verlief das Jahr 2005 bislang recht gut. VDIK-Präsident Volker Lange zeigte sich im Rahmen der Halbjahres-Pressekonferenz zufrieden: “Zwar konnte der Rekordmarktanteil aus dem ersten Halbjahr 2004 in Höhe von 35,6 Prozent nicht ganz gehalten werden, mit 35,2 Prozent stabilisieren sich unsere Mitgliedsfirmen aber über der 35 Prozentmarke. Dabei behaupten sie sich in den neuen Bundesländern mit einem Marktanteil von 50,9 Prozent (2004: 51,6 Prozent), in den alten Bundesländern beträgt ihr Marktanteil 33 Prozent (2004: 33,3 Prozent).“

Lange bleibt dennoch realistisch: „Das aktuell feststellbare Wachstum möchten wir nicht überinterpretieren und gehen daher für 2005 von einem insgesamt stabilen Markt auf Vorjahresniveau aus. Unsere Marktprognose beträgt daher nach neuer Abgrenzung 3,29 Millionen Neuzulassungen (incl. 20.000 Wohnmobile). Für 2006 erwarten wir eine Markterholung auf 3,35 Millionen Neuzulassungen. Die Begründung hierfür ist, dass die Fahrzeuge aus den neuzulassungsstarken Jahren 1998 und 1999 dann bereits 7 bzw. 8 Jahre alt sein werden. Wir gehen davon aus, dass auch zukünftig viele Besitzer sich bei diesem hohen Fahrzeugalter für einen neuen Pkw entscheiden.“

Die Neuzulassungszahlen nach Herkunftsländern der Marke zeigen auf den beiden vorderen Plätzen keine Veränderungen. Rund 12 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Fahrzeuge kamen wie im Vorjahr aus Japan, aus Frankreich kamen 10,9 Prozent (2004: 10,9 Prozent). Auf Rang 3 arbeiteten sich die südkoreanischen Marken mit einem Marktanteil von jetzt 3,5 Prozent (2004: 2,7 Prozent) nach vorne. Rechnet man Chevrolet (ex Daewoo) zu den amerikanischen Marken, liegen Südkorea und die Tschechische Republik mit 2,9 Prozent (2004: 2,7 Prozent) gleichauf auf dem 3. Platz.

Weiter zulegen konnten die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Dieselmotoren. In den ersten sechs Monaten 2005 verzeichneten sie einen Anstieg von 3,2 Prozent auf gut 716.000 Neuzulassungen. Nachdem im Vorjahreszeitraum der Anteil der Dieselfahrzeuge an den gesamten Zulassungen 41,9 Prozent betrug, ist er nun auf 42,1 Prozent gewachsen. Dabei lag der Marktanteil für die Monate Mai und Juni leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die Nachfragetrends aus dem Vorjahr setzen sich auch im ersten Halbjahr weiter fort. So gingen die Neuzulassungszahlen bei den Minis (Minus 10 Prozent) und Kleinwagen (Minus 2 Prozent) weiter zurück. Immerhin fiel der Rückgang geringer aus als im Vorjahr, so dass hier zumindest im Bereich der Kleinwagen eine Stabilisierung in Sicht ist. Auch in der Oberen Mittelklasse (Minus 11 Prozent) und der Mittelklasse (Minus 8 Prozent) mussten wieder Verluste verzeichnet werden. Leicht erholt präsentierte sich mit einem Plus von 4 Prozent die Oberklasse. Die Geländewagen wuchsen weiter (Plus 10 Prozent). Dies gilt in abgeschwächter Form auch für die Vans, die um 4 Prozent zulegten. Für die Cabrios wurde das hohe Zulassungsniveau aus dem Vorjahr in etwa wieder erreicht. Eine erfreuliche Trendumkehr verzeichnet das volumenstärkste Segment, die Untere Mittelklasse. Hier konnte ein Wachstum von 16 Prozent registriert werden.

Interessante Einblicke in die Marktverfassung bietet die Analyse der Neuzulassungen nach privaten und gewerblichen Haltern. Dazu Lange: „Diese Zahlen zeigen auch, warum wir der aktuellen Markterholung in Deutschland noch etwas reserviert gegenüber stehen. Denn es sind nicht die privaten Halter, die hinter dem Neuzulassungswachstum stehen.“ Die private Nachfrage liegt nur knapp über dem Vorjahresniveau und folgt damit der bereits für die Gesamtwirtschaft festgestellten Kaufzurückhaltung. Auch die echten gewerblichen Zulassungen - also gewerbliche Zulassungen ohne Kfz-Handel und Vermietfirmen – konnten das Neuzulassungswachstum nur zu einem kleinen Teil erklären. Es in erster Linie auf Zulassungen im Kfz-Handel und Vermietfahrzeuge bei den deutschen Herstellern zurückzuführen. Lange sieht diese Entwicklung mit einer gewissen Gelassenheit: „Da die VDIK-Mitglieder hier keine besonderen Aktivitäten gezeigt haben, schmerzt ihr Marktanteilsrückgang auf 35,2 Prozent nicht sehr. Vielmehr stellen wir erfreut fest, dass die Akzeptanz der internationalen Pkw-Marken durch die private Nachfrage weiter steigt. Während sich die privaten Käufer im vergangenen Jahr bei 100 neuen verkauften Pkw 43 Mal für einen Pkw der VDIK-Mitglieder entschieden, waren es im laufenden Jahr bereits 44. Meine Aussage, dass hier mittelfristig 50 Prozent möglich sein könnten, findet ihre Bestätigung.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen e.V. (VDIK) Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg Telefon: 06172/98750, Telefax: 06172/987520

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