3. Tarifverhandlung in M+E Mitte: 2,9 Prozent mehr Einkommen angeboten / Verhandlungsführer Kulenkamp: "Fairer Beitrag für mehr Sicherheit"
(Frankfurt am Main/ Sulzbach) - Die Arbeitgeber der Mittelgruppe der Metall- und Elektro-Industrie haben am Freitag (31. Oktober 2008) im hessischen Sulzbach einen Lösungsvorschlag für die laufende Tarifrunde unterbreitet. Danach sollen die Einkommen der rund 430.000 Beschäftigten der Branche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bei einer Laufzeit von 14 Monaten um insgesamt 2,9 Prozent erhöht werden. Aus dem Gesamtvolumen von 2,9 Prozent sollen 0,8 Prozent als Einmalzahlung für die Monate November und Dezember gezahlt werden. Aus wirtschaftlichen Gründen können Unternehmen jedoch im Einvernehmen mit dem Betriebsrat von einer Auszahlung der Hälfte dieser Einmalzahlung absehen. Ferner schlagen die Arbeitgeber eine Tabellenerhöhung um 2,1 Prozent vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 vor.
"Dieser Vorschlag kann für Stabilität und Sicherheit in einem unübersichtlichen wirtschaftlichen Umfeld sorgen. Er ist nur als Gesamtpaket zu rechtfertigen, das schon an die Grenzen des Machbaren geht", hob Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp hervor. Es sei fair, weil es den Betrieben die Chance eröffne, möglichst viele der bundesweit 250.000 neuen Arbeitsplätze über den Abschwung zu retten und zugleich den Unternehmen helfe ihre Weltmarktposition zu halten.
Dieser Vorschlag trage den Konjunkturaussichten für 2009 Rechnung, die sich derzeit täglich deutlich verschlechterten. Dabei sicherten die dauerhaft wirkenden 2,1 Prozent bei einer voraussichtlichen Teuerungsrate von 2,0 Prozent die Realeinkommen der Beschäftigten. Die Einmalzahlung von 0,8 Prozent für die beiden letzten Monate des laufenden Jahres lasse die Mitarbeiter an den Erfolgen des zwar insgesamt ordentlichen, in der zweiten Jahreshälfte allerdings deutlich schwächeren Jahres 2008 teilhaben, so Kulenkamp.
Der Verhandlungsführer betonte, der Lösungsvorschlag ziele vor allem auf den Erhalt des sozialen Friedens in Deutschland. "Denn die Tabellenerhöhung für 2009 ist dreimal so hoch wie die erwartete gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung von 0,7 Prozent", sagte Kulenkamp. Er forderte die IG Metall auf, auf Basis dieses Lösungsvorschlags konstruktiv an einem schnellen Ergebnis für die Tarifrunde 2009 mitzuarbeiten und von bereits lange vorbereiteten Warnstreiks abzusehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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