Pressemitteilung | Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)
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5.000 LandFrauen feiern Demokratie und Zusammenhalt

(Essen) – Rund 5.000 LandFrauen aus ganz Deutschland haben gestern beim Deutschen LandFrauentag in Essen ein deutliches Signal gesendet: Zukunft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, andere begeistern und gemeinsam etwas bewegen. Unter dem Motto „gestalten.begeistern.bewegen.GEMEINSAM“ würdigte der Deutsche LandFrauenverband herausragendes ehrenamtliches Engagement und diskutierte die Rolle von Frauen als Gestalterinnen einer demokratischen und lebenswerten Gesellschaft.

Der Festakt machte deutlich, welche zentrale Rolle Frauen für die Zukunft ländlicher Räume, der Landwirtschaft und der Demokratie spielen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte dabei insbesondere das Engagement der LandFrauen: „Es gibt keinen Ort, an dem die LandFrauen nicht vertreten sind.“ Gleichzeitig sprach er sich für mehr gesellschaftliche Anerkennung der Landwirtschaft aus: „Landwirtinnen und Landwirte verdienen mehr Anerkennung und Wertschätzung.“ Mit Blick auf die Zukunft stellte er fest: „Die Zukunft der Landwirtschaft wird von Frauen im ländlichen Raum mitentschieden.“
Auch Julia Jacob, 1. Bürgermeisterin der gastgebenden Stadt Essen, hob die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts hervor: „Eine Gesellschaft ist nur dann stark, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.“

Die Rolle von Frauen für eine lebendige Demokratie stellte Mareike Lotte Wulf, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in den Mittelpunkt ihrer Rede. Sie ermutigte dazu, Verantwortung zu übernehmen: „Es geht darum aufzustehen und sichtbar zu werden.“ Zugleich machte sie deutlich: „Die Demokratie braucht die Perspektive und Erfahrungen von Frauen.“

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts und kündigte an, sich für bessere Rahmenbedingungen einzusetzen. Mit Blick auf die Landwirtschaft betonte er: „Ohne Frauen geht in der Landwirtschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, nichts.“ Auch die Arbeit der LandFrauen würdigte er ausdrücklich: „Die LandFrauen spielen eine wichtige Rolle und sind nicht mehr wegzudenken. Je sichtbarer die LandFrauen werden, desto größer wird ihre Vorbildfunktion.“

Dass ländliche Räume stärker in den Fokus rücken müssen, machte Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, deutlich. „90% der Fläche in Deutschland sind ländliche Räume, hier leben 47 Millionen Menschen“, erinnerte sie. Gleichzeitig verwies sie auf fehlende Bildungsangebote, infrastrukturelle Defizite und überholte Rollenbilder als Ursachen dafür, dass viele junge Frauen ihre Heimatregionen verlassen. Ihr Appell: „Da müssen wir die Finger in die Wunde legen und nicht locker lassen die Missstände aufzuzeigen und Lösungen anzubieten.“

In der Talkrunde diskutierten die Gäste darüber, wie Demokratie durch gleichberechtigte Teilhabe gestärkt wird. Schwerpunkte lagen dabei auf der Rolle ehrenamtlicher Strukturen für die gesellschaftliche Teilhabe, den wachsenden Herausforderungen für Engagierte in Deutschland und anderen europäischen Staaten sowie der noch immer zu geringen Sichtbarkeit von Frauen in der Politik. Talkgäste waren Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende Deutscher Frauenrat, Dr. Linn Selle, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Nele Hannig, Redaktionsleiterin tina, Bauer Women KG, und Lenka Alzbeta Brodbeck, Multiplikatorin im Projekt Frauen.Vielfalt.Politik.

Zum Abschluss des Deutschen LandFrauentages dankte Jutta Kuhles, Präsidentin des Rheinischen LandFrauenverbandes, allen Mitwirkenden und Gästen. Dabei machte sie deutlich, wofür LandFrauen stehen und dass gesellschaftlicher Zusammenhalt von Verantwortung lebt: „Dafür stehen LandFrauen: Zusammenhalt, Unterstützung, Verlässlichkeit.“ Mit Blick auf den Deutschen LandFrauentag 2026 zog sie ein positives Fazit: „Heute hat gezeigt, welche Stärken in unserem großen bundesweiten Netzwerk stecken.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Telefon: 030 284492910

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