Pressemitteilung | Deutsche Bischofskonferenz

50 Jahre Verband der Di√∂zesen Deutschlands / Stabilit√§tsanker der √ľberdi√∂zesanen Arbeit

(Bonn) - Der Verband der Di√∂zesen Deutschlands (VDD), Rechtstr√§ger der Deutschen Bischofskonferenz mit Sitz in Bonn, begeht sein 50-j√§hriges Bestehen. Er wurde am 4. M√§rz 1968 als K√∂rperschaft des √∂ffentlichen Rechts gegr√ľndet, da die deutschen Bisch√∂fe feststellten, dass die gemeinsamen Aufgaben der (Erz-)Bist√ľmer st√§ndig zunahmen. Seitdem √ľbernimmt der VDD vielf√§ltige Aufgaben der Kirche in Deutschland und ist zum Stabilit√§tsanker der √ľberdi√∂zesanen Arbeit der Bist√ľmer geworden.

Bis zur Gr√ľndung des VDD hat sich die Deutsche Bischofskonferenz bei der Wahrnehmung ihrer √ľberdi√∂zesanen Aufgaben nicht eines eigenen Rechtstr√§gers bedient sondern auf andere Institutionen, insbesondere eingetragene Vereine, zur√ľckgegriffen. Pater Dr. Hans Langend√∂rfer SJ, Gesch√§ftsf√ľhrer des VDD und Sekret√§r der Deutschen Bischofskonferenz, sagt √ľber die Beweggr√ľnde, den Verband zu erschaffen: "Zunehmend bereitete das Fehlen eines Rechtstr√§gers der Deutschen Bischofskonferenz Schwierigkeiten. Vor allem, wenn nach weltlichem Recht eine Rechtsperson notwendig war: beim Abschluss von Vertr√§gen, bei der Anstellung von Mitarbeitern, bei der Aufnahme von Darlehen. Auch Haftungsfragen spielten eine Rolle, wurde die Deutsche Bischofskonferenz doch als Gesellschaft b√ľrgerlichen Rechts angesehen. Hinzu kam, dass die Deutsche Bischofskonferenz ihre Tagesordnung mit finanziellen, wirtschaftlichen und juristischen Fragen √ľberfrachtet sah, die immer st√§rker in Konkurrenz zu den wichtigen pastoralen Themenstellungen traten." So wurde 1966 eine Studienkommission einberufen mit dem Auftrag, die Einrichtung eines Rechtstr√§gers der deutschen Bist√ľmer zu pr√ľfen. Am 4. M√§rz 1968 erfolgte in Stuttgart-Hohenheim die Gr√ľndung des VDD in der Rechtsform einer K√∂rperschaft des √∂ffentlichen Rechts.

Seit f√ľnf Jahrzehnten stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes, heute unter der Leitung von Dr. Matthias Meyer, den Di√∂zesen in rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen zur Seite, beispielsweise auf dem weiten Feld des Kirchlichen Arbeitsrechts, der gemeinsamen Herausgabe des neuen Gotteslobes und in Fragen des Urheberrechts, aber ebenso mit den vielen Servicearbeiten, die die Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz und ihres Sekretariates erst erm√∂glichen. "Auch wenn der als Dachverband agierende VDD keine verbindliche Weisungskompetenz hat, den jeweiligen (Erz-)Bist√ľmern Prozesse und Ma√ünahmen vorzuschreiben", erl√§utert Dr. Matthias Meyer, "arbeiten die Di√∂zesen √ľber den VDD in zahlreichen gemeinsamen Initiativen zusammen, zum Beispiel seit 2014 in der 'Transparenz-Offensive f√ľr finanzielle Angelegenheiten'. Viele (Erz-)Bist√ľmer haben seitdem ihre Finanzen offengelegt." Durch die Beratungen in der Fr√ľhjahrs-Vollversammlung im Februar 2018 befinden sich die Di√∂zesen auf dem Weg, auch die Fragen einer einheitlichen Transparenz, externer Pr√ľfungsstandards sowie der Solidarit√§t in finanzieller Sicht anzugehen. "M√∂glicherweise wird dem VDD bei der Erarbeitung von gemeinsamen L√∂sungen eine wachsende Rolle zugemessen", so Pater Langend√∂rfer.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Bischofskonferenz Pressestelle Kaiserstr. 161, 53113 Bonn Telefon: (0228) 103290, Fax: (0228) 103299

(cl)

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