Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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7-Punkte-Programm der VhU „Qualifizierung von Migrantenkindern sichert Zukunft“ / Fasbender: „Wir brauchen interkulturell gebildete Fachkräfte für den gemeinsamen Erfolg der hessischen Wirtschaft“

(Frankfurt am Main) - „Wir brauchen für den gemeinsamen Erfolg der hessischen Wirtschaft interkulturell gebildete Fachkräfte, die sich freudig dem Wettbewerb stellen, indem ihre Parallelwelten verlassen, die perfekte Beherrschung der deutschen Sprache als unerlässliche Voraussetzung für ihre individuelle Karriere begreifen und den Erfolg der Unternehmen in ihrer neuen Heimat wollen. Es ist höchste Zeit für einen Bewusstseinswandel bei der Integration von zugewanderten Menschen und ihren Kindern. Der muss in der Schule beginnen, in Ausbildung und Arbeitswelt fortgesetzt und in einem politischen Konzept bis ins Jahr 2020 verankert und umgesetzt werden. Die zentrale Botschaft muss lauten: „Wir brauchen Euch für den gemeinsamen Erfolg!“ statt wie bisher „Wir helfen Euch, Euch zu integrieren“, sagte Volker Fasbender heute (12. Juli 2007) anlässlich des Integrationsgipfels der Bundesregierung. Das VhU-Programm zur Qualifizierung von Migrantenkindern formuliere die Erwartung der hessischen Wirtschaft an diese und die kommenden Landesregierungen. Hessens Vielfalt der Kulturen und die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter könnten im Standortwettbewerb ein wichtiger Wettbewerbsvorteil werden, wenn sie noch besser trainiert, herausgefordert und genutzt würden.

In einem 7-Punkte-Programm fordere die VhU für den Kindergarten ein Vorschulprogramm mit verbindlichen Standards. In der Schule müsse die Sprachförderung kontinuierlich fortgesetzt und die Lehrkräfte in ihrer Aus- und Fortbildung auf eine mehrsprachige Schülerschaft vorbereitet werden. Interkulturelle Kompetenzen müssten durch eine internationale Ausrichtung der Schulfächer und im Schulleben gestärkt werden. In der beruflichen Bildung eröffneten bessere Sprachkompetenzen Jugendlichen mit Migrationshintergrund neue Chancen auf eine Ausbildung. Sie müssten über die Bedeutung der dualen Ausbildung und das Wahlspektrum informiert und auf die Berufswelt durch Schule, Arbeitsagentur und Betriebe vorbereitet werden. Ihre interkulturellen Kompetenzen und die Mehrsprachigkeit müssten als Stärken gesehen, in der Ausbildung vertieft und für alle Auszubildenden nutzbar gemacht werden.

Migrantenkinder seien kein „Ausnahmephänomen“, sondern eine gewichtige Gruppe mit zunehmender Bedeutung. Im Jahr 2005 lebten in Hessen rund 1,4 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund, rund ein Viertel der hessischen Bevölkerung. Die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund betrage in Hessen rund 30 Prozent, rund 8 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. „Ziel muss es sein, ihre Teilhabechancen an unserer Gesellschaft zu verbessern und ihr Potenzial voll zu entfalten. Aber auch ihr bedingungsloses Engagement für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, in der sie leben und arbeiten, einzufordern. Dabei ist die perfekte Beherrschung der deutschen Sprache die unerlässliche Grundvoraussetzung für alles Weitere“, so der VhU-Hauptgeschäftsführer weiter. Sprachförderung müsse deshalb so früh wie möglich beginnen.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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