Pressemitteilung | Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks
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Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ueberfaellig

(Berlin) - In der aktuellen Debatte über die telefonische Krankschreibung unterstützen die Unternehmen des Gebäudereiniger-Handwerks die Position des Bundeskanzlers und der Bundesgesundheitsministerin ausdrücklich: die kritische Überprüfung der telefonischen Krankschreibung! Die Gebäudereinigung stellt mit rund 700.000 Beschäftigten Deutschlands personalintensivstes Handwerk dar. Bereits in seiner exklusiven Konjunkturumfrage im Herbst 2024 hat der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) aufgrund konkreter Branchenzahlen die Negativentwicklung in seinen Betrieben aufgezeigt und in Folge die Abschaffung des Instruments gefordert. Diese Zahlen sind weiterhin aktuell: Bei 71,3 Prozent der befragten Unternehmen hat sich der Krankenstand nach Entfristung der telefonischen Krankschreibung Ende 2023 erhöht. 33,3 Prozent der betroffenen Betriebe geben konkret an, der Krankenstand habe sich um bis zu 10 Prozent erhöht. 22,4 Prozent nennen eine Größenordnung von bis zu 20 Prozent, 7,5 Prozent geben eine Erhöhung um bis zu 30 Prozent an.

Hierzu erklärt Thomas Dietrich, Bundesinnungsmeister des Gebäudereiniger-Handwerks:

"Die telefonische Krankschreibung war ein kluges Krisen-Instrument der Pandemie, um persönliche Kontakte und Ansteckungen zu minimieren. Da es diese Krise nicht mehr gibt, ist auch die Abschaffung dieses Kriseninstruments überfällig.

Den Gesundheitszustand präzise am Telefon festzustellen, ist unmöglich. Insofern wird die telefonische Krankschreibung zum Ersten den Patienten nicht gerecht. Zum Zweiten war die telefonische Krankschreibung nie als Bürokratie-Abbau-Instrument innerhalb des Gesundheitssystems konzipiert, wie der Hausärztechef behauptet. Zum Dritten unterstreichen unsere Branchenzahlen konkret und beispielhaft, dass die telefonische Krankschreibung die Krankenstände in die Höhe treibt. Insofern sind das wichtige Erkenntnisse aus der Betriebspraxis und keine ‚Arbeitgebermärchen‘, wie der Hausärztechef behauptet.

Mit Blick auf beide Seiten - die Beschäftigten und die Unternehmen - ist die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung längst überfällig. Insofern unterstützen wir sehr, dass der Bundeskanzler und die Bundesgesundheitsministerin das Thema so prominent auf ihre politische Agenda setzen."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks, Christopher Lück, Geschäftsführer(in) Politik und Kommunikation, Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin, Telefon: 030 2062267-0

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