Achtung Fälschung: Medikamente nicht im Ausland kaufen
(Berlin) - Medikamente als Urlaubssouvenir das kann fatale Folgen haben. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa zehn Prozent der Arzneimittel gefälscht. Die Fälschungen sind teilweise äußerlich nicht erkennbar bestenfalls sind sie wirkungslos, schlimmstenfalls lebensgefährlich. Kaufen Sie im Ausland keine Arzneimittel auf Wochenmärkten oder bei fliegenden Händlern, warnt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Anzeichen für eine Fälschung sind eine fehlende oder beschädigte Verpackung, ein lückenhafter Beipackzettel oder ein fehlendes Verfallsdatum. Schmidt: Selbst wenn das Medikament auf den ersten Blick vertrauenserweckend aussieht Verbraucher haben keine Möglichkeit, eine äußerlich gut gemachte Fälschung zu entlarven. Deshalb sollte man die Reiseapotheke in der heimischen Apotheke füllen lassen.
Auf der Hitliste der Fälschungen stehen in Industrieländern Hormone, Arzneimittel gegen Asthma und Allergien, Lifestyle-Medikamente gegen Übergewicht oder Erektionsstörungen und Wachstumshormone zum Muskelaufbau. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin- oder Mineralstoffpräparate werden gefälscht. 2006 wurden an den EU-Grenzen 2,5 Millionen gefälschte Arzneimittel-Einheiten sichergestellt, 2005 waren es noch 500.000.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
Thomas Bellartz, Leitung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 49-50, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40004-0, Telefax: (030) 40004-598
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