ADAC-Test: Busfahrten im internationalen Linienfernverkehr / "Mangelhaft" für deutsches Unternehmen / Automobilclub fordert schärfere Kontrollen
(München) - Erstmals hat der ADAC die Sicherheit von Reisebussen im internationalen Linienverkehr getestet. Der Testverlierer mit der Note mangelhaft kommt aus Deutschland: Bei der 44-stündigen Tour von Stuttgart nach Odessa (Kraft Reisen) war der Bus schlecht gewartet und der Fahrstil teilweise äußerst riskant. Wenig zu beanstanden gab es hingegen beim Testsieger, einer Fahrt des polnischen Unternehmens B.P.i.P Riviera von Hamburg nach Krakau.
Insgesamt haben die ADAC-Tester, die seit den schweren Busunglücken 2003 die Sicherheit bei Busreisen untersuchen, einmal die Note sehr gut", elfmal gut", neunmal durchschnittlich dreimal bedenklich" und einmal mangelhaft" vergeben. Überprüft wurden bei 25 Linienfernfahrten die Kategorien Sicherheitsinformationen für Fahrgäste, Konstruktion und Stabilität, technischer Zustand, Sicherheitsausstattung, Notfallausrüstung sowie Fahrer und Personal.
Letztere waren auch die Sorgenkinder der Kontrolleure: Lange Strecken, feste Zeitvorgaben, häufige Grenzübertritte, schlechte Straßenverhältnisse oder besondere Verkehrssituationen wie Pferdefuhrwerke auf den Straßen, verlangen von den Fahrern ein hohes Maß an Konzentration über viele Stunden. Mehr als einmal mussten die ADAC-Tester daher wegen riskanter Manöver oder Ermüdungserscheinungen der Fahrer eingreifen. Deutliche Schwächen zeigten auch zahlreiche Unternehmen in Sachen "Sicherheitsinformationen für Fahrgäste", wohingegen der technische Zustand der im Schnitt nur fünf Jahre alten Busse in der Regel in Ordnung war.
Der ADAC fordert von den Busunternehmen, dringend Verbesserungen bei den Sicherheitsinformationen für die Reisegäste vorzunehmen und die Fahrer zu entlasten. Zu enge Zeitplanung und zu kurze Ruhezeiten führen zu riskantem Fahrverhalten und können im Ernstfall auch mit einem technisch einwandfreien Bus die schlimmsten Unfälle verursachen. Außerdem fordert der Automobilclub schärfere Kontrollen der Busse und Fahrer.
Quelle und Kontaktadresse:
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)
Pressestelle
Am Westpark 8, 81373 München
Telefon: (089) 76760, Telefax: (089) 76762500
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- ADAC Mittelrhein & TÜV Rheinland stellen sechs Forderungen für die Transport- & Logistik-Branche / 120 Vertreter aus Politik & Wirtschaft diskutierten am 14. Juli die Herausforderungen der Branche
- Christian Reinicke zum ADAC Präsidenten gewählt
- Die Zukunft der Freizeitwasserstraßen sichern / Verbände überreichen Anforderungspapier an Bundesverkehrsministerium
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

