Agrarrat vertagt Einigung auf Pflanzenschutz-Novelle / Stellungnahme des Industrieverbands Agrar
(Frankfurt am Main) - Der EU-Agrarministerrat hat sich gestern (19. Mai 2008) nicht auf eine gemeinsame Linie zur Pflanzenschutzmittel-Zulassungsverordnung verständigen können. Eine Einigung ist vor allen Dingen an den geplanten K. o.-Kriterien für bestimmte Wirkstoffe gescheitert, die theoretische Gefahren statt des tatsächlichen Risikos für die Verbraucher in den Vordergrund stellen. Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler: Solche Totalverbote würden das Aus für viele Pflanzenschutzmittel bedeuten; Ersatz dafür wäre nicht so schnell zu schaffen. Der Agrarrat hat erkannt, dass unter diesen Umständen die sichere Versorgung mit Lebensmitteln zu angemessenen Preisen in Europa nicht mehr gewährleistet wäre. Europas Landwirtschaft könne es sich nicht leisten, auf Betriebsmittel zu verzichten, die ihre hohe Produktivität garantieren, so der Verbandschef. Wir glauben aber, dass es möglich ist, den Wunsch nach sicheren und gesunden Lebensmitteln und die Bedürfnisse einer leistungsfähigen Landwirtschaft unter einen Hut zu bringen. Wir wissen genug über die Wirkstoffe, um eine vernünftige Risikoabschätzung vornehmen zu können, und wir hoffen, dass dies bei den weiteren Beratungen der Pflanzenschutz-Novelle berücksichtigt wird.
Quelle und Kontaktadresse:
Industrieverband Agrar e.V. (IVA)
Hannelore Schmid, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mainzer Landstr. 55, 60329 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 2556-1281, Telefax: (069) 2556-1298
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