Aktuell: Modernisieren nach Plan
(Berlin) - Neuer Putz und Wärmedämmung, modernes Bad und effiziente Heizung, Abbau von Barrieren und mehr Platz im ausgebauten Dachgeschoss - das Bauen im Bestand gewinnt an Bedeutung. Doch wer sein Haus modernisiert, tut gut daran, die Arbeiten sinnvoll zu planen. Der vom BSB entwickelte Modernisierungs-Check hilft.
Das Problem: Nicht alles geht im alten Haus
Modernisierungswünsche müssen auf baulichen Zustand und Lage des Objektes, auf städtebauliche Parameter und familiäre Lebensplanung ausgerichtet sein. Fachlich fundierte Beratung zu Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der individuellen Um- und Ausbauabsichten hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Kann das vorhandene Gebäude überhaupt baulich erweitert oder im Dachgeschoss ausgebaut werden? Bei der Beurteilung der vorhandenen Grundstücks- und Bebauungssituation entscheiden städtebauliche Aspekte wie zulässige Gebäudehöhe, maximal zulässige Überbaubarkeit des Grundstückes und die Einhaltung vorgeschriebener Abstandsflächen zu Nachbargrenzen mit darüber, was am Standort möglich ist.
Worauf kommt es an?
Für die Gebäudemodernisierung sind exakte Grundlagen zu schaffen, damit Arbeiten und Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Die Bestandserfassung als erster Schritt beim Modernisierungs-Check betrachtet Besonderheiten und Schäden am Gebäude und den Zustand der technischen Anlagen. Nach detaillierter Einschätzung erforderlicher Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mit Hinweisen für notwendige Bauteiluntersuchungen lässt sich der Bauablauf planen.
Wichtig: Modernisierungsempfehlungen als Leitfaden
Die auf den erfassten Daten zum Gebäude und seinem baulichen Zustand basierenden Empfehlungen bilden den Leitfaden für eine den Regeln der Bautechnik entsprechende Modernisierung und Instandsetzung. Wichtiger Bestandteil sind Hinweise in statisch-konstruktiver, bauphysikalisch-energetischer und brandschutztechnischer Hinsicht. So kann es aufgrund festgestellter Schadensbilder wie Risse in Wänden erforderlich werden, Fundamentverstärkungen auszuführen.
Fehler vermeiden: Schädlings- und Schwammbefall auf den Grund gehen
Die Holzkonstruktion des Dachstuhls und das Kellermauerwerk sind am häufigsten von Schädigungen wie Schädlings- und Schwammbefall oder Kontamination der Holzbauteile mit giftigen Holzschutzmitteln betroffen - oft verbunden mit Durchfeuchtung. Einem solchen visuellen Eindruck sollten gesondert durchzuführende Detailuntersuchungen wie Holz- und Feuchtegutachten folgen, um den Umfang notwendiger Instandsetzungsmaßnahmen zu ermitteln. Ohne eine solche Analyse lassen sich Kosten und Aufwand schwer eingrenzen.
Sinnvoll: Kombination mit Energieberatung
Der Modernisierungs-Check schenkt Maßnahmen der zusätzlichen Wärmedämmung und der Erneuerung der Heizungsanlage im Sinne der geltenden Energieeinsparverordnung große Aufmerksamkeit. Eine Kombination mit einer qualifizierten Energieberatung ist sinnvoll, um spezielle energetische Aspekte zu berücksichtigen und die Nachhaltigkeit der Modernisierung zu gewährleisten.
Aufschlussreich: Kostenschätzung für die Planung des Gesamtaufwands
Im Modernisierungs-Check ausgesprochene Empfehlungen und vorgeschlagene Maßnahmen werden in einer Kostenschätzung bewertet. Grundlage sind Gebäudeparameter wie Baujahr, Baualtersstufe, Wohn- und Nutzfläche, aber auch Kostenansätze für beabsichtigte bauliche Erweiterungen und anfallende Baunebenkosten, zum Beispiel für erforderliche Genehmigungen und Planungsleistungen. Wer den Gesamtaufwand kennt, kann jederzeit entscheiden, ob alles auf einmal angepackt werden kann oder welche Rang- und Reihenfolge einzelnen Maßnahmen gebühren soll.
BSB-Tipp von Bauherrenberater Ludger Weidemüller (Berlin):
Der Modernisierungs-Check als Beratungsangebot des Bauherren-Schutzbundes folgt bewusst dem Gedanken einer komplexen Gebäudemodernisierung und will so vermeiden, dass Haus und Wohnung zur Dauerbaustelle werden. Für zu treffende Kaufentscheidungen ist es unverzichtbar, eine realistische Bestandsbewertung vorzunehmen und die Augen vor notwendigen Modernisierungs-, Sanierungs-, Um- oder Erweiterungsmaßnahmen nicht zu verschließen. Auch bei Modernisierung und Instandsetzung gilt der Zukunftsgedanke. Deshalb sollten Möglichkeiten für die barrierefreie Gestaltung des Wohnumfeldes mit durchdacht werden. Das fördert Lebensqualität und Wohnkomfort. Und es beugt späteren eventuell notwendigen erneuten baulichen Eingriffen im Haus vor. Aus Sicht der Finanzierung ist es zweckmäßig, solche Maßnahmenpakete zu schnüren, die den Zugang zu günstigen Förderkrediten oder Zuschüssen ermöglichen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauherren-Schutzbund e.V.
Pressestelle
Kleine Alexanderstr. 9/10, 10178 Berlin
Telefon: (030) 3128001, Telefax: (030) 31507211
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