Pressemitteilung | (DIHK) Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Akzeptanz gewerblicher Tätigkeit vor Ort hat sich verschlechtert / Weihnachtswunschzettel der Unternehmer

(Berlin) - Der DIHK appelliert an die Politik, im kommenden Jahr auf allen staatlichen Ebenen Hürden für Wachstum und Investitionen in Deutschland zu reduzieren. "Auf dem Weihnachtswunschzettel der meisten Unternehmer steht ganz oben der Wunsch, wieder mehr unternehmen zu dürfen", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Neun von zehn Betrieben berichten, dass sich die Akzeptanz gewerblicher Tätigkeit vor Ort in den vergangenen vier Jahren verschlechtert hat. Das sollten wir alle als Weckruf verstehen. So können Betriebe sich entweder nicht mehr ansiedeln oder aber ihr Geschäft expandieren, weil Gewerbeflächen fehlen bzw. Umweltauflagen diese verhindern. Insbesondere in wirtschaftsstarken Regionen ist zudem das Bauland knapp. Das ist für die Unternehmen ein doppeltes Problem: Sie können selbst ihre Betriebsfläche nicht mehr vergrößern und ihre Mitarbeiter finden immer schwerer bezahlbaren Wohnraum.

Die Zeit drängt: Unternehmen wünschen sich wirtschaftsfreundlichere Planungs- und Genehmigungsverfahren. 60 Prozent der Betriebe plädieren deshalb dafür, dass die nächste Bundesregierung den Abbau von Bürokratie ganz oben auf die Agenda setzt. Wir müssen den Ausgleich der unterschiedlichen berechtigten Interessen zwischen Wohnen, Arbeiten und Umwelt besser hinbekommen. Wir brauchen da kein pauschales Gegeneinander, sondern ein konstruktives Miteinander. Eine Entbürokratisierung der Genehmigungspraxis ist eine Aufgabe für die nächste Bundesregierung, die Länder und Kommunen, aber auch für die Wirtschaft selbst. Die Industrie- und Handelskammern engagieren sich dabei vor Ort sehr. Denn jede Region steht vor ganz speziellen Herausforderungen."

Quelle und Kontaktadresse:
(DIHK) Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. Thomas Renner, Pressesprecher Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Fax: (030) 203081000

(rs)

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