Pressemitteilung | ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. - Büro Berlin
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„Altersgerechtes Wohnen ist Daseinsvorsorge – und jetzt ist Zeit zu handeln“

(Berlin) – Steigende Nachfrage, wachsende Finanzierungslücken und der Druck auf Pflegeeinrichtungen zeigen: Die Versorgungssicherheit im Alter wird zu einer der drängendsten sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen dieser Zeit. Darauf weist Iris Schöberl, Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), mit Blick auf den heutigen Tag der Gesundheits- und Sozialimmobilie hin: „Wir stehen vor einer dramatischen Entwicklung: Der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und Pflegeplätzen wächst rasant, doch gleichzeitig gehen die Investitionen zurück und die Strukturen geraten ins Wanken“, betont Schöberl.

Wachsende Versorgungslücke im Alter

In den nächsten 14 Jahren wird ein Investitionsbedarf von bis zu 125 Milliarden Euro für die Pflegeinfrastruktur erwartet. Gleichzeitig steigen die Eigenanteile für Pflegebedürftige, während die Finanzierungssysteme zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Insolvenzen und Schließungen von Einrichtungen verschärfen die Lage zusätzlich.

„Es geht hier nicht nur um Immobilien. Es geht um funktionierende Daseinsvorsorge, um Lebensqualität und um Würde im Alter“, so Schöberl. „Diese Immobilien sind Lebensorte – für Pflegebedürftige, für Familien und für ganze Quartiere. Altersgerechtes Wohnen ist ein zentraler Baustein für ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben im Alter“, betont Schöberl.
Gleichzeitig zeigt sich ein strukturelles Problem: Der Bedarf steigt kontinuierlich, während Investitionen durch regulatorische Hürden, lange Genehmigungsverfahren und unsichere Rahmenbedingungen ausgebremst werden.

Investitionshemmnisse konsequent abbauen

Der ZIA weist auf zentrale Probleme hin: unterschiedliche Vorgaben in den Bundesländern, fehlende Standardisierung sowie unzureichende Refinanzierungsmodelle. „Private Investoren leisten bereits heute einen entscheidenden Beitrag. Doch steigende Risiken und mangelnde Planungssicherheit gefährden die dringend notwendigen Investitionen“, so Schöberl.

Der ZIA fordert daher:
• Bundeseinheitliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen, um Planung und Bau zu beschleunigen
• Verlässliche Finanzierungs- und Refinanzierungsstrukturen, die Kostenrealitäten abbilden
• Stärkung innovativer Wohn- und Versorgungskonzepte, insbesondere im Quartier
• Bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung

„Es reicht nicht, zusätzliche Mittel bereitzustellen. Wir brauchen strukturelle Reformen, die Investitionen ermöglichen und langfristig tragen“, stellt Schöberl klar. Die Branche steht bereit, Verantwortung zu übernehmen: „Die Immobilienwirtschaft bringt Kapital, Know-how und Umsetzungskompetenz ein. Was wir brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen und eine klare politische Linie“, so Schöberl.

Quelle und Kontaktadresse:
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. - Büro Berlin, Stefan Weidelich, Pressesprecher(in), Leipziger Platz 9, 10117 Berlin, Telefon: 030 2021585-0

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