Baugenehmigungszahlen Wohnungsbau im Wartezustand / Özkan: „Papier ist geduldig, aber Wohnungen entstehen nur durch verlässliche Rahmenbedingungen“
(Berlin) - Das Statistische Bundesamt hat heute die aktuellen Zahlen zu den Baugenehmigungen veröffentlicht. Im März 2026 wurden 21.800 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders entscheidend für den angespannten Wohnungsmarkt: Bei den Mehrfamilienhäusern lag die Entwicklung zwischen Januar bis März 2026 bei + 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
„Die Zahlen machen auf den ersten Blick Hoffnung, aber Genehmigungen allein bauen noch keine Wohnungen“, erklärt Özkan. „Solange hohe Baukosten, regulatorische Unsicherheiten und fehlende wirtschaftliche Perspektiven Investitionen ausbremsen, wird sich die Wohnungskrise nicht auflösen.“
Die geplante Novelle des Baugesetzbuchs sei zwar ein wichtiger Schritt, werde aber seine Wirkung erst im Jahr 2027 entfalten. „Jetzt kommt es darauf alle zur Verfügung stehenden Vereinfachungen für Planung und Bau von Neubauprojekten zu nutzen. Konsequent, flächendeckend und mit Tempo. Weitere Verzögerungen können wir uns nicht leisten.“
Plattform BuildMap visualisiert erstmals Daten zu Baugenehmigungszahlen
In Ergänzung zu den Zahlen auf Bundesebene hat der ZIA kürzlich die „ZIA BuildMap – powered by syte“ vorgestellt, die erstmals Wohnungsbaugenehmigungen in Deutschland auf Landkreisebene visualisiert – übersichtlich, vergleichbar und öffentlich zugänglich.
Die BuildMap bündelt die Daten der amtlichen Statistik und stellt sie vergleichbar dar – etwa Baugenehmigungen je 1.000 Einwohner, regionale Entwicklungen im Zeitverlauf und Cluster mit hoher oder niedriger Genehmigungsdynamik. Ziel ist es, regionale Unterschiede und Engpässe im Wohnungsbau transparent zu machen und eine belastbare Datengrundlage für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit bereitzustellen.
Die BuildMap macht deutlich, dass sich die Wirkung beschleunigter wohnungspolitischer Maßnahmen auf kommunaler Ebene entscheidet. Genehmigungsprozesse bleiben – neben oftmals zu restriktiven Anforderungen – vielerorts der zentrale Engpass.
Kommunen benötigen daher neben politischen Zielsetzungen insbesondere:
• zusätzliches Fachpersonal,
• digitales Know-how,
• standardisierte und vereinfachte Verfahren,
• sowie organisatorische Unterstützung bei der Umsetzung neuer Beschleunigungsregeln.
„Klar ist: Die Wende im Wohnungsbau wird nicht im Gesetzesblatt entschieden, sondern in den Bauämtern umgesetzt“, so Özkan weiter. „Der ‚Genehmigungs-Turbo‘ kann helfen, muss aber auch konsequent von den Kommunen angewendet werden.“
Quelle und Kontaktadresse:
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. - Büro Berlin, Sandra Kühberger, Leitung Kommunikation, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin, Telefon: 030 2021585-0
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