"Arbeitgeber retten sich in Schlichtung" / Verhandlungen für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen gescheitert
(Potsdam) - "Die Arbeitgeber haben sich in die Schlichtung gerettet. Mit ihrer starren Blockadehaltung haben sie eine Einigung am Verhandlungstisch verhindert. Die in letzter Minute angekündigte mögliche Verbesserung des Angebots war lediglich der Versuch, in der Öffentlichkeit zu punkten", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag (7. März 2008) in Potsdam. "Die Arbeitgeber haben eine Bewegung beim Angebot davon abhängig gemacht, dass die Gewerkschaften Vorleistungen erbringen und einer Verlängerung der Arbeitszeit zustimmen. Nachdem mehrere hunderttausend Kolleginnen und Kollegen mit ihren Warnstreikaktivitäten in den vergangenen Wochen deutlich gemacht haben, dass sie mehr Geld im Portemonnaie wollen und die Verlängerung der Arbeitszeit auf null Akzeptanz stößt, haben die Gewerkschaften diesem Votum mit der Ablehnung des Angebots der Arbeitgeber Rechnung getragen." Eine Verlängerung der Arbeitszeit vernichte Stellen und erschwere jungen Menschen den Sprung in den Beruf.
Info: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben die Verhandlungen in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen nach der fünften Runde am Freitag (7. März 2008) Vormittag für gescheitert erklärt. Jetzt wird die Schlichtung angerufen. Als Schlichter sind für die Arbeitgeber der ehemalige Baden-Württembergische Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) vorgesehen, die Gewerkschaften wollen Herbert Schmalstieg (SPD), den ehemaligen Oberbürgermeister von Hannover, benennen. Späth ist stimmberechtigter Vorsitzender der 26-köpfigen Schlichtungskommission, Schmalstieg hat als Vorsitzender kein Stimmrecht. In der Schlichtung spielen alle bisherigen Verhandlungsgegenstände eine Rolle. Die Arbeitgeber haben den Arbeitszeittarifvertrag gekündigt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 29. März 2008 angesetzt.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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