Pressemitteilung | Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
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Arbeitgeber: "Warnstreik ist unnötig und belastet Kinder und Eltern" / Gewerkschaften erklären Verhandlungen vor deren Aufnahme für gescheitert

(Frankfurt am Main) - Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verurteilt die angekündigten Warnstreiks an kommunalen Kindertagesstätten. "Der Streikaufruf der Gewerkschaften ist unnötig. Er trifft die Kinder und ihre Eltern - und bringt uns inhaltlich nicht weiter", so VKA-Haupt­geschäfts­führer Manfred Hoffmann.

Entgegen der Gewerkschaftsdarstellung sind die Verhandlungen für einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung an Kindertagesstätten nicht gescheitert - sie haben noch gar nicht begonnen. "Die Gewerkschaften haben im Januar dieses Jahres das Thema erstmals erwähnt und angekündigt, es formal einzubringen. Dafür haben sie sich neun Wochen Zeit gelassen", so der VKA-Haupt­geschäfts­führer. "Wir haben uns dem Thema nicht verschlossen, sofort unsere Gremien einberufen und angekündigt, nach den notwendigen Beratungen in der kommenden Verhandlungsrunde, am 27. Mai 2009, Stellung zu beziehen. Von Verzögerungstaktik kann daher keine Rede sein." Am 27. Mai 2009 findet in Berlin die dritte Runde der Eingruppierungsverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst statt.

"Dass die Gewerkschaften nun ernsthaft über eine Urabstimmung und einen Vollstreik nachdenken, halten wir für unverantwortlich und in der Sache unverhältnismäßig", so Hoffmann. "Die nächste Verhandlungsrunde ist bereits für den 27. Mai 2009 festgelegt. Es wäre gerade den Eltern und Kindern gegenüber fair gewesen, diesen Termin abzuwarten."

Hintergrund für die plötzliche Eile dürften die aktuellen Verhandlungen zur Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst sein. Hier hatten die Arbeitgeber ein Konzept vorgelegt, das Erzieherinnen bis zu 220 Euro monatlich mehr Gehalt bringen würde. Die Gewerkschaften lehnten dies ab. Zu einem Streik können sie jedoch nicht aufrufen, da Friedenspflicht besteht - die Tarifverträge zu Entgelt und Eingruppierung sind nicht gekündigt. Die Gewerkschaften sahen sich offenbar gezwungen, ein anderes Thema zu entwickeln, um zu einem Streik aufrufen zu können.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Pressestelle Allerheiligentor 2-4, 60311 Frankfurt am Main Telefon: (069) 920047-50, Telefax: (069) 920047-99

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