Arbeitgeber zeigen null Verhandlungsbereitschaft / Bildungsgewerkschaft zu laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst
(Potsdam/Frankfurt am Main) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Arbeitgeber aufgefordert, ein verhandlungsfähiges Angebot für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen vorzulegen. In den bisherigen Gesprächen haben die Arbeitgeber null Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Wir werden diese Blockadehaltung der Arbeitgeber durchbrechen. Denn wir wollen sicherstellen, dass der Aufschwung in der Republik endlich auch bei den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ankommt. Deshalb ist ein nachhaltiger Anstieg ihrer Einkommen mit einer deutlichen sozialen Komponente notwendig, sagte GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad am Freitag, 11. Januar 2008, in Potsdam. Sie kündigte an, dass die Gewerkschaften kampfbereit sind und auch streiken würden.
Info: Die erste Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen am 10./11. Januar in Potsdam hat bisher keine Ergebnisse gebracht. Eine Annäherung der Positionen und mögliche Kompromisslinien sind nicht zu erkennen. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen der Gewerkschaften als überzogen bezeichnet und kein eigenes Angebot vorgelegt, jedoch eine Verlängerung der Arbeitszeiten verlangt.
Die Gewerkschaften haben eine lineare Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro monatlich bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten gefordert. Zudem machten sie deutlich, dass die längst überfälligen Korrekturen am neuen Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) vorgenommen und die Übergangsregelungen aus dem entsprechenden Überleitungsvertrag (TVÜ) verlängert werden müssten. Die Situation hat sich noch einmal zugespitzt, nachdem sich die Arbeitgeber bei der Verlängerung der Übergangsregelungen quer stellen.
Die Verhandlungen werden am 24. Januar fortgesetzt.
Alle Informationen zur Tarifrunde finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew-tarifrunde2008.de.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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