Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)

Arbeitgeberpräsident Hundt: Lehrstellen melden, Ausbildungschancen nutzen

(Berlin) - "Ich rufe alle Unternehmen auf, im Endspurt vor Beginn des Ausbildungsjahres jede Möglichkeit zur Schaffung und zur Besetzung von Ausbildungsplätzen auszuschöpfen", sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt angesichts der aktuellen Ausbildungszahlen für den Monat Juli. Auch die Jugendlichen dürfen sich keine Chance für ihre Zukunft entgehen lassen.

Obwohl sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt leicht verbessert hat, kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Die Unternehmen sollten den Arbeitsämtern jede Lehrstelle melden. Nur dann ist sicher gestellt, dass sich die Lehrstellensuchenden gezielt bewerben können und dass die große Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen auch sichtbar ist. Zu Unrecht wird sie von Gewerkschaften und manchem Politiker angezweifelt.

Die Jugendlichen müssen sich darüber hinaus zu mehr räumlicher Mobilität und beruflicher Flexibilität bei der Lehrstellensuche durchringen. Immer noch bewirbt sich im Westen nur einer von zehn, im Osten nur einer von drei Kandidaten auch außerhalb seiner Wohnregion. Nur jeder zweite Ausbildungsinteressent sucht neben dem Wunschberuf auch in anderen Berufen. Ein Fünftel aller registrierten Bewerber verzichtet sogar völlig auf eigene Anstrengungen und wartet auf Ausbildungsangebote, so Hundt.

Das ist nicht akzeptabel, weil für viele Ausbildungsplätze in weniger nachgefragten Branchen und Berufen geeignete und interessierte Bewerber ausbleiben. Insgesamt waren Ende Juli 83.500 unbesetzte Ausbildungsplätze bei den Arbeitsämtern gemeldet, die „Dunkelziffer“ liegt noch weit höher. Dazu gehören z.B. Berufe in den Bereichen Metall, Elektro, Textil, Banken und Versicherungen, Papier- und Kunststoffverarbeitung, Landwirtschaft, Transport und Verkehr sowie den Ernäh-rungsberufen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. ( BDA ) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/20330, Telefax: 030/30331055

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