Arbeitskämpfe im Luftverkehr verursachen massive Schäden – Drittbetroffene besser schützen
(Berlin) - Die aktuellen Streiks bei der Lufthansa führen zu erheblichen Störungen im Luftverkehr und treffen hunderttausende Reisende sowie große Teile der deutschen Wirtschaft.
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärt: „Die Lufthansa, Deutschlands größte Airline, wird innerhalb einer Woche an fünf Tagen bestreikt. Diese Eskalation ist eine Zumutung für hunderttausende Reisende und eine erhebliche Belastung für Unternehmen. Wer Arbeitskämpfe in einer systemrelevanten Verkehrsinfrastruktur führt, trägt eine besondere Verantwortung – dieser wird derzeit nicht ausreichend Rechnung getragen.“
Millionenschäden – auch für Flughäfen
Die wirtschaftlichen Schäden sind beträchtlich und treffen die Flughäfen unmittelbar: Tausende gestrichene Flüge führen innerhalb kürzester Zeit zu Verlusten in Millionenhöhe – mit direkten Auswirkungen auf Flughafenbetreiber, Dienstleister und Beschäftigte. Eine Branche, die sich noch immer nicht von den Folgen der Corona-Krise erholt hat, wird erneut in ihrer Investitionsfähigkeit geschwächt.
Streikrecht braucht klare Leitplanken
„Das Streikrecht ist verfassungsrechtlich geschützt – aber es ist kein schrankenloses Recht“, betont Beisel. „Gerade in Bereichen mit hoher Drittbetroffenheit braucht es klare gesetzliche Leitplanken, die die Interessen der Allgemeinheit stärker berücksichtigen. Die Bundesregierung ist gefordert, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tarifautonomie und Gemeinwohl sicherzustellen.“
Abschließend erklärt Beisel: „Der Luftverkehr steht derzeit von mehreren Seiten unter massivem Druck. Neben hohen staatlich bedingten Standortkosten durch Steuern und Gebühren belasten auch geopolitische Krisen wie der Nahostkonflikt die Branche. Eskalierende Arbeitskämpfe verschärfen die Situation in dieser Lage zusätzlich. Im europäischen Vergleich verliert der Luftverkehrsstandort Deutschland zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit – viele Nachbarländer bieten günstigere Rahmenbedingungen und mehr betriebliche Stabilität. Kurzfristig angekündigte Streiks verstärken diesen Trend und senden ein fatales Signal an internationale Airlines, Investoren und Logistikpartner.“
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V. - Der Flughafenverband (ADV), Isabelle B. Polders, Leiter(in) Verbandskommunikation, Friedrichstr. 79, 10117 Berlin, Telefon: 030 310118-0
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