Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Arbeitsmarkt- und Lehrstellensituation: Voreilige Jubelmeldungen schaden nur

(Berlin) - Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind dramatisch wie selten zuvor. Insbesondere die Lehrstellensituation ist erschreckend. "Allen Erfolgsmeldungen der Wirtschaft zum Trotz, ist die Lehrstellenlücke so groß wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr", sagte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am 04. August in Berlin.

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sprechen eine deutliche Sprache. Die Betriebe stellen immer weniger betriebliche Ausbildungsplätze bereit: Im Verlauf der letzten zwei Jahre wurden 71.393 weniger Ausbildungsstellen gemeldet. Die betriebliche Ausbildungslücke beträgt im Juli dieses Jahres 246.281.

"Die Wirtschaft muss sich schon sehr anstrengen, um ausreichend Ausbildungsplätze für junge Menschen zur Verfügung zu stellen. "Voreilige Jubelmeldungen", so Sehrbrock, "sind da eher abträglich".

Auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist erschreckend. "Offensichtlich nutzen die Unternehmen eher die Möglichkeit von Arbeitszeitverlängerung und Überstunden bevor sie neues Personal einstellen", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer.

"Nicht hinnehmbar ist vor allem die starke Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit", sagte Egelen-Kefer. 1,7 Millionen Arbeitslose sind inzwischen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Das sind 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

"Dies ist der Preis für die massiven Einsparungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik", sagte Engelen-Kefer. Die Bundesagentur müsse ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit verstärken.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: 030/24060-0, Telefax: 030/24060324

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