Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderung verbessern
(Berlin) - Anlässlich des Welttages für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember forderte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch (2. Dezember 2009) in Berlin mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in einer so genannten inklusiven Arbeitswelt:
"Um die seit März dieses Jahres in Deutschland gültige UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen, müssen künftig mehr Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilhaben können", sagte Buntenbach. "Die Konvention verlangt gleiche Chancen von Menschen mit und ohne Behinderung auf gute, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen."
Das sei auch das Ziel der Gewerkschaften. Die Arbeitswelt der Zukunft müsse inklusiv sein: Nicht allein Integration laute jetzt das Motto, sondern es gelte, von vornherein den Arbeitsmarkt-Zugang für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. "Das bedeutet: weder Barrieren bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung noch bei der Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach Unfällen oder Krankheiten", unterstrich Buntenbach. "Prävention, Gesundheit und die Bedürfnisse der Menschen stehen in dieser Arbeitswelt im Vordergrund."
Für mehr Beschäftigungschancen fordert der DGB die Erhöhung der Beschäftigungspflicht von fünf auf sechs Prozent von Menschen mit Behinderung bei Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten.
Hintergrund:
Die Arbeitslosenquote von Menschen mit schwerer Behinderung ist seit Jahren überdurchschnittlich hoch. Im Jahr 2008 betrug die allgemeine Arbeitslosenquote bei den abhängigen Erwerbspersonen 8,7 Prozent. Bei den Menschen mit schwerer Behinderung waren es 14,6 Prozent.
Im November 2009 waren 164.376 Menschen mit schwerer Behinderung arbeitslos gemeldet. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einmal arbeitslos geworden, ist es für Menschen mit Behinderung schwieriger einen neuen Job zu finden, als für Menschen ohne Behinderung.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Sigrid Wolff, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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