Pressemitteilung | ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Arzneimittelausgaben werden in diesem Jahr sinken / Hochrechnung der Krankenkassen nicht nachvollziehbar

(Berlin) - Um voraussichtlich 1,3 Mrd. Euro werden die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in diesem Jahr sinken. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände widerspricht damit dem wissenschaftlichen Institut der AOK, das steigende Ausgaben erwartet.

Dr. Frank Diener, Geschäftsführer Wirtschaft und Soziales der ABDA, verweist auf die von der AOK selbst veröffentlichten Statistiken: "Hier weist die AOK für das erste Halbjahr 2003 effektive Arzneimittelausgaben der GKV in Höhe von 9,8 Mrd. Euro aus. Die gesamten Ausgaben der GKV für Arzneimittel müssten sich in diesem Jahr demnach auf 19,6 Mrd. Euro belaufen." Damit lägen die diesjährigen Arzneimittelausgaben um knapp 1,3 Mrd. Euro unter den von der AOK angegebenen Ausgaben für 2002 in Höhe von 20,9 Mrd. Euro.

Für Diener ist völlig unverständlich, wie die AOK ihren eigenen publizierten Daten widersprechen kann. Er vermutet, dass mit dieser bewussten Falschmeldung der Kassen Druck ausgeübt werden soll. Offensichtlich solle die Politik den Arzneimittelsektor noch stärker zu belasten, als dies ohnehin bei der jetzt anstehenden Gesundheitsreform vorgesehen ist.

Die Arzneimittel-Schnellinformation der GKV ist im Internet einsehbar unter: http://www.gamsi.de/monatsdateien/GAmSiBundesbericht_2003_06.pdf

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) Jägerstr. 49-50, 10117 Berlin Telefon: 030/40004132, Telefax: 030/40004133

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