Auch GdP bereitet Urabstimmung vor: Schlichterspruch völlig unakzeptabel
(Berlin) - Als völlig unakzeptabel hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den Schlichterspruch in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen bezeichnet. Auch die Gewerkschaft der Polizei werde jetzt alle Vorbereitungen zur Durchführung einer Urabstimmung treffen. Freiberg: Unsere Beschäftigen haben große Wut im Bauch. Sie empfinden den Schlichtungsvorschlag als Unverschämtheit. Er bietet nicht einmal den Ausgleich für die derzeitigen Preissteigerungen. Die Einkommensverluste der letzten Jahre würden damit für die Zukunft zementiert. Das ist kein gemeinsamer Schlichterspruch, sondern Einfall des Schlichters Späth von der Arbeitgeberseite.
Der Schlichter Späth schlägt neben einer zunächst vierprozentigen Entgelterhöhung ab April auch längere Arbeitszeiten für die Beschäftigten in Westdeutschland vor. Freiberg: Das ist eine Mogelpackung, tatsächlich kommt zusammen mit der Arbeitszeitverlängerung unter dem Strich weniger als der Inflationsausgleich heraus.
Die Arbeitszeit soll im Westen auf 39,5 Stunden erhöht werden; im Osten soll sie bei 40 Stunden bleiben.
Die Schlichtungskommission unter Vorsitz des ehemaligen baden- württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth (CDU) und des früheren Hannoveraner Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg (SPD) hatte an einem geheimen Ort in Friedrichshafen getagt.
Freiberg: Wir bleiben bei unserer Forderung nach acht Prozent mehr Gehalt innerhalb eines Jahres und mindestens einem monatliches Plus von 200 Euro. Über die Empfehlungen der Schlichter an die Tarifparteien soll dann am Wochenende (28./30. März 2008) in Potsdam verhandelt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft der Polizei - Bundesgeschäftsstelle (GdP)
Rüdiger Holecek, Pressesprecher
Stromstr. 4, 10555 Berlin
Telefon: (030) 3999210, Telefax: (030) 399921200
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