Aufschwung muss Arbeitnehmern und Arbeitslosen nutzen
(Berlin) - Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen kommentierte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Mittwoch (2. Mai 2007) in Berlin: Der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im April ist das erfreuliche Ergebnis eines breiten Aufschwungs. Jetzt geht es darum, dass der Aufschwung auch bei den Arbeitnehmern und Arbeitslosen ankommt: Die Einkommen müssen wieder steigen, die Qualität der neuen Arbeitsplätze ist zu verbessern und es braucht sinnvolle Fördermaßnahmen für Arbeitslose.
Über 50 Prozent der neuen Jobs sind Leiharbeitsverhältnisse, Mini- und Midijobs. Mit prekären Arbeitsverhältnissen ist jedoch keine vernünftige Lebensplanung möglich. Die Reallöhne sind im letzten Jahr, trotz starken Wirtschaftswachstums, gesunken. Armutslöhne sind auf dem Vormarsch und Langzeitarbeitslosen, die immer noch knapp die Hälfte aller Arbeitslosen ausmachen, fehlt nach wie vor die Perspektive, auf den Ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren.
Die deutschen Gewerkschaften tragen in den laufenden Tarifrunden dazu bei, dass die Einkommen wieder steigen. Das allein reicht jedoch nicht aus. Jetzt ist die Politik am Zug: So muss die geringfügige Beschäftigung eingedämmt, der Weg für Mindestlöhne geebnet und eine aktive Arbeitsmarktpolitik angeschoben werden, die Langzeitarbeitslosen zielgenaue Qualifizierung ermöglicht.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
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