Aus für die Almwirtschaft? / LfU-Studie zur Beweidung von Skipisten empört Bergbauern
(München) - Die Kritik des Landesamtes für Umwelt (LfU) an der Almbewirtschaftung in Skigebieten hat bei den Bergbauern Empörung ausgelöst. Hintergrund ist eine Studie des LfU, in der empfohlen wird, die Beweidung von Skipisten im Sommer zu verringern oder sogar ganz einzustellen. Begründet wird dies insbesondere mit Trittschäden durch Weidevieh, Verbiss bestimmter Futterpflanzen, Konzentration von Nährstoffen von Viehkot. Der Stellvertretende Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, Georg Wimmer, hat gestern in einem Schreiben LfU-Präsident Albert Göttle aufgefordert, diese Empfehlungen unverzüglich. zurückzunehmen.
Ist es Ihnen verborgen geblieben, dass gerade die Nutzung von Grünland im Voralpenraum und in den Berggebieten ganz wesentlich zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft beiträgt und eine Bewirtschaftung von Grünland gerade auch der Lawinengefahr im Winter entgegenwirkt, fragt Georg Wimmer in seinem Brief an LfU-Präsident Göttle. Gerade die Erhaltung einer bäuerlichen Landbewirtschaftung in ihren vielfältigen Nutzungsformen in den Alm- und Alpregionen werde auch von Seiten des Naturschutzes gefordert und unterstützt.
Die Argumente in der Studie stoße die Bauern vollends vor den Kopf. Als ökologische Sünde werde der Verbiss bestimmter Futterpflanzen genannt. Sei dem LfU entgangen, dass Futterpflanzen gerade den Zweck hätten, als Futter für landwirtschaftlichen Nutztiere zu dienen, fragt Wimmer.
Auch der Hinweis auf Konzentration von Nährstoffen von Viehkot könne wohl nicht ernstlich als Kriterium für die Aufgabe der Weidenutzung in Skigebieten herangezogen werden. Oder ist es tatsächlich die Absicht des Landesamtes für Umweltschutz, den gesamten Weidebetrieb in Bayern einzustellen? Genau das wäre nämlich die Folge, stellt Wimmer fest. Er forderte Präsident Göttle auf, wieder zu einer sachorientierten Diskussion zurückzukehren, um einvernehmliche Lösungsansätze gemeinsam mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern zu finden.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer BauernVerband (BBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
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